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Täglicher Umsatzverlust reduziert sich

Erste Shops wieder offen, aber keine Einkaufszentren:

Autor: Gerhard Rodler

Erstes Aufatmen im österreichischen Einzelhandel. Seit heute Dienstag dürfen Einzelhandelsgeschäfte unter 400 m² Verkaufsfläche sowie Baumärkte (unabhängig ihrer Verkaufsflächengröße) unter Einhaltung aller gesundheitlichen bzw. hygienischen Vorschriften in Österreich wieder öffnen.

Der tägliche Umsatzverlust im stationären Einzelhandel wird sich von derzeit rund 110 Millionen Euro täglich auf voraussichtlich rd. 80 Millionen Euro (brutto) reduzieren. Anstelle von 59 Prozent bzw. rd. 22.400 geschlossenen Einzelhandelsgeschäften sind es nach Ostern nur mehr 22 Prozent bzw. rd. 8.100, die bis zur nächsten angekündigten Reboot-Phase im Mai geschlossen bleiben. Diese 22 Prozent der Shops machen aber rund 44 Prozent der gesamten Verkaufsfläche im Einzelhandel aus.

Besonders profitieren werden von der schrittweisen Öffnung nach Ostern die kleinstrukturierten CityRetail-Lagen. Dies zeigen aktuelle Analysen von Standort+Markt und vom Institut für Handel, Absatz und Marketing der JKU Linz.

Die seit heute wieder offenen 14.300 Einzelhandelsgeschäfte mit einer Gesamtverkaufsfläche von rd. 3,3 Millionen m² entsprechen 38 Prozent aller Geschäfte und 24 Prozent der Verkaufsfläche im österreichischen Einzelhandel.

Was hingegen auf wenig Verständnis stößt: Einkaufszentren (Shopping Malls) sind vom „Kleinflächen- und Baumarkt-Reboot“ ausgenommen. Damit müssen (ganz abgesehen von Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben in den Centern) rd. 2.900 Einzelhandelsgeschäfte mit weniger als 400 m² Verkaufsfläche geschlossen bleiben. Das Verkaufsflächenvolumen dieser noch immer geschlossen zu haltenden (kleinen) Einzelhandelsgeschäfte in den Centern beläuft sich auf rd. 400.000 m². Hingegen dürfen kleinflächige Geschäfte unter 400 m² in Fachmarktzentren (Retail Parks) öffnen.

Die weiterhin geschlossenen 8.100 Einzelhandelsgeschäfte erleiden zusammen Umsatzverluste in Höhe von 80 Millionen Euro - pro Tag. Und das bis Ende Mai. Rd. 8.100 flächenmäßig größere Geschäfte (über 400 m²) und Outlets in Einkaufs- und Fachmarktzentren mit einer Gesamtverkaufsfläche von knapp 6,1 Millionen m² müssen hingegen weiterhin geschlossen bleiben und dürfen erst ab 2.Mai wieder öffnen. Das bedeutet, dass den Konsumenten die restlichen 22 Prozent aller Einzelhandelsgeschäfte, die 44 Prozent der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche ausmachen, erst wieder ab Mai für ihren Einkauf zur Verfügung stehen werden.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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