Immobilien Magazin

Steigende Preise in Uruguay

Heute steht Uruguay bei der WM im Viertelfinale gegen Frankreich. Grund genug, den Immobilienmarkt in Uruguay näher zu beleuchten. Soviel am Anfang: Die Preise steigen.

Autor: Charles Steiner

Seit Anfang des vergangenen Jahres verzeichnet die Hauptstadt Montevideo steigende Immobilienpreise - nachdem diese die Jahre zuvor eine Seitwärtsbewegung bzw. einen leichten Rückgang erfahren hatten. Das geht aus den Daten des El Observador hervor, der die Preisentwicklung von 20.000 Eigentumswohnungen gemessen hat. So sind die Hauspreise im Laufe des Jahres um 4,61 Prozent auf 2.612 US-Dollar/m² (2.230 Euro/m²) gestiegen.

Die stärksten Hauspreissteigerungen waren im Stadtteil Aguada mit 11,46 Prozent gemessen worden, danach kommen La Blanqueada mit fast neun Prozent, Prado mit 7,47 Prozent und Punta Carretas mit 7,3 Prozent. Stagniert haben die Preise dafür in Tres Cruces, in Jacinto Vera und Union sind sie sogar leicht zwischen 1,11 und 1,14 Prozent gesunken.

Der Markt im südamerikanischen Staat ist sehr lokal geprägt, die Nachfrage von ausländischen Käufern ist schwach. Und wenn Ausländer kaufen, dann kommen sie in der Regel aus benachbarten Ländern. Rund 75 Prozent der Investoren stammen aus Argentinien, die besonders Strandresorts kaufen, 20 Prozent aus Brasilien. Der Rest teilt sich, so El Observador, auf andere Staaten in Lateinamerika auf. Nur vereinzelt zieht es einige europäische Pensionisten nach Montevideo.

Die Renditen für Wohnimmobilien in der Hauptstadt sind auf einem recht stabilem Niveau und reichen von 5,5 bis maximal 7,5 Prozent.

Als stabil erweist sich einem Research von JLL zufolge der Büromarkt. Die Mieten sind stabil und reichen bei Top-Lagen zwischen 25 und 29 US-Dollar, in B+-Lagen zwischen 20 und 24 US-Dollar. Der Leerstand wird mit neun Prozent angegeben, für heuer prognostiziert JLL eine Neuflächenproduktion von 9.200 m².