Immobilien Magazin

Top-7 nicht zu bremsen

Transaktionsvolumen könnte 2017 30-Milliarden-Euro-Schwelle erreichen

Autor: Stefan Posch

Die Top-7-Städte Deutschlands geben, was das Transaktionsvolumen betrifft, ordentlich Gas. Im Jahr 2017 wird das Volumen nahe an der 30-Milliarden-Euro-Schwelle liegen. Denn für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres hat German Property Partners (GPP) ein Transaktionsvolumen in Höhe von 20,5 Milliarden Euro ermittelt. Gegenüber dem Vergleichswert aus dem Vorjahr von 16,7 Milliarden Euro bedeutet das ein Plus von 23 Prozent.

"Damit werden wir im dritten Jahr in Folge ein Transaktionsvolumen erreichen, das weit über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Angesichts diverser in fortgeschrittenen Verhandlungen befindlicher großer Deals, die möglicherweise noch im laufende Jahr abgeschlossen werden, könnte der Wert auch noch höher ausfallen", sagt Guido Nabben, Sprecher von German Property Partners. Der Run nationaler wie internationaler Anleger auf deutsche Immobilien halte unvermindert an. Auch wenn einige Eigentümer 2017 genutzt hätten, um die erzielten Wertsteigerungen durch Verkäufe zu realisieren, übersteige die Nachfrage das Angebot weiterhin um ein Vielfaches, so Nabben weiter.

Mit 14,8 Milliarden Euro (+34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) entfiel in den ersten drei Quartalen der Löwenanteil des Transaktionsvolumens auf das Bürosegment. Hotelimmobilien haben mit einem Transaktionsvolumen von 1,8 Milliarden Euro (+20 Prozent) den Einzelhandelssektor (1,7 Milliarden Euro, -9 Prozent) auf Platz drei verdrängt. Der Anteil der durch internationale Investoren realisierten Transaktionen legte gegenüber dem Vergleichszeitraum deutlich von 35 Prozent auf 51 Prozent zu, auch der Anteil der Portfolio-Deals lag nach drei Quartalen im Jahr 2017 mit 23 Prozent deutlich über dem vergleichbaren Wert aus dem Vorjahr (13 Prozent).

Die durchschnittlichen Netto-Spitzenrenditen in den Top-7-Standorten sind sowohl bei Büroimmobilien ( 3,4 Prozent) als auch bei Geschäftshäusern (3,2 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter zurückgegangen. Besonders deutlich fiel das Minus bei Logistikimmobilien (hier ohne Berlin) um fast ein Fünftel auf im Schnitt 4,2 Prozent aus.