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Immo-Verkäufe gestiegen

Transaktionswert stabil

Autor: Charles Steiner

Die Coronapandemie hatte auf das österreichische Transaktionsgeschehen keine Auswirkungen. Das geht aus dem Re/Max Immospiegel hervor, der heute Vormittag veröffentlicht wurde. Dem zufolge wies der Wert der verbücherten Immobilien im ersten Halbjahr unverändert 16,4 Milliarden Euro auf, allerdings sei die Anzahl der Transaktionen mit über 67.000 um 4,9 Prozent gestiegen. Laut Re/Max-Managing Director Anton Nenning sei das jedoch nicht darauf zurückzuführen, dass die Immobilien billiger geworden sind, sondern vielmehr, weil die Anzahl kleinerer Transaktionen zugelegt hatte. Die gestiegene Anzahl an Transaktionen ist insofern interessant, als dass das Prozedere vom Kaufanbot bis zur notariellen Beglaubigung während des Lockdowns nur eingeschränkt bis gar nicht möglich war. Allerdings dürften die Auswirkungen von Covid-19 erst in den Jahreszahlen zu sehen sein, rechnet Re/Max Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Auch wenn Immobilien hoch im Kurs sind, wird das der wesentliche Faktor sein, so Reikersdorfer: "Entscheidend für die Marktentwicklung in den nächsten Monaten wird die Kreditvergabe der Banken an Privatpersonen sein."

Während Verkäufe von Zinshäusern bzw. deren Anteile - aufgrund des Coronaquartals allzu verständlich - um ein Drittel zurückgegangen sind und auch andere Großinvestments rückläufig waren, seien die Verbücherungen von Parkplätzen und Hausanteilen sprunghaft angestiegen, so der Immospiegel. Mit einem Rückgang von minus 6,4 Prozent haben sich die Objektgruppen Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Grundstücke erstaunlich robust gewesen. Außerdem: 100-Prozent-Verkäufe von Bürogebäuden, Zinshäusern, Hotels. Mixed Use-Objekte und Wohnhausanlagen seien mit 1,43 Milliarden unverändert geblieben. Lediglich die Untergrenze habe sich von durchschnittlich 7,7 Millionen Euro auf 5,9 Millionen Euro verschoben.

Die größten drei Transaktionen wurden in Wien verzeichnet: Dazu zählen ein Bürogebäudekomplex im neunten Bezirk um 79 Millionen Euro, ein Gebäudekomplex im Zehnten um 41 Millionen Euro und im Sechsten ein Zinshaus, nahezu ex aequo zum zweiten Platz.