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Transparenz ist die Zukunft

Makler: Offenheit bei Information und Kosten

Autor: Charles Steiner

Welche Zukunft wird die Makler im Angesicht von Social Media und Onlinetools erwarten? Für den Immobilienring (IR) liegt sie in mehr Offenheit und Transparenz. IR-Präsident Georg Spiegelfeld: „Wir brauchen Transparenz am Markt und der Leistungen, damit der Kunde Qualität und Professionalität klar erkennen kann.“ Auf Social Media-Kanälen wie Facebook, Twitter und Co. habe sich ein grauer Markt für Wohnimmobilien entwickelt, der für die Makler zunehmends zur Bedrohung geworden ist. Spiegelfeld: „Wenn wir keine neuen Lösungen finden, werden Makler am Wohnungsmarkt massiv an Einfluss verlieren.“ Die Konkurrenz sei deshalb sehr stark, weil hier zeitaufwändige Tätigkeiten wie Bewertung oder Besichtigungen, wie sie Makler anbieten, wegfielen. Was für den Kunden hingegen essentiell ist, dass Makler die Haftung für das zu vermittelnde Objekt übernehmen und sohin im Schadensfalle dafür geradestehen. Derzeit ist die Mentalität auf Kundenseite allerdings diese, dass Dienstleistungen eben nichts kosten dürfen. Der Immobilienring hinterfragt daher das derzeitige System von Erfolgsprovisionen und plädiert für ein Modulsystem, ähnlich freier Berufe, bei denen für bestimmte Dienstleistungen unabhängig vom Erfolg bezahlt wird. Eine andere Möglichkeit wäre, Vermittlungskosten in die Betriebskosten einzurechnen, sagt IR-Vizepräsident Andreas G. Gressenbauer.

Im Rahmen des dreimal jährlich erscheinenden Maklermonitors verzeichnet der IR eine leicht rückläufige Nachfrage bei Eigentumswohnungen bei gleichbleibender Nachfrage im Mietwohnungssektor. Im Westen Österreichs blieben die Preise gleich, während im Osten eine leichte Steigerung ersichtlich war.

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Kommentare

Ute Opperman | 15.01.2016 11:06

Hallo. Auf Ihrem Portal sind interessante News zusammengestellt. Der "graue Markt", von dem in Bezug auf Facebook usw. die Rede ist: Sind damit die vielen Gruppen gemeint, in denen Privatleute Sachen posten wie "Schöne Wohnung in Wien ab 01.02. anzubieten"? Es ist ganz natürlich, dass Social Media User früher oder später solchen Gruppen ("Wohnen in Wien", "WG gesucht", "Suche / Biete Wohnraum"...) beitreten, allerdings sehe ich bisher kaum Angebote auf Facebook, die ernstlich in Konkurrenz treten könnten mit wirklich profilierten Qualitäts-Immobilienmaklern, die - und das ist ausserdem entscheidend - auch im Luxussegment anbieten, und vor allem: Eigentumswohnungen bzw. ganze Häuser. Ich denke, wenn es um die Entscheidung geht, in eine wirklich hochwertige Immobilie zu investieren (in der man vielleicht auch einmal den Großteil seines Lebens verbringen will), erkennt der Interessent an: Er braucht 1A-Beratung (auch rechtlich), eine vertrauenswürdige Basis und vor allem will er sich von der Qualität der Immobilie vollauf überzeugen lassen. Ist Ihnen die Wiener Immobilientreuhand Valmacor bekannt? Ich denke, wenn man unter http://www.valmacor.at/dienstleistungen.html einen Blick auf das Leistungsspektrum wirft, dürfte schon den UNterschied zu dem "Roulette-Spiel" bemerken, den es bedeutet, einfach auf gut Glück auf von Facebook-"Freunden" geteilte Annoncen anzuspringen. Hier wird erst einmal die rechtliche Beratung in den Mittelpunkt gestellt, dann kommt erst die Immobilienvermittlung und ggf. die Finanzierungsberatung. Das einzige, was ich in Anlehnung an obige Forderung nach "Transparenz" vielleicht zu wünschen hätte, wäre mehr Einblick in Referenzen, und da wäre eine entsprechende Social-Media-Präsenz natürlich eine Chance. Herzlichst, Ute Opperman