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UBM-Kapitalerhöhung unter Plan

Nur 58,5 Mio. statt 76,3 Mio. Euro eingesammelt

Autor: Gerhard Rodler

Die diesmal vergleichsweise eher zurückhaltende Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld hat der UBM kein Glück gebracht: Der Wiener Immobilienentwickler UBM hat bei seiner Kapitalerhöhung nur 58,5 Mio. Euro brutto eingesammelt, geplant waren 76,3 Mio. Euro netto. Insgesamt wurden 1.462.180 neue Aktien platziert. Eigentlich hätten es bis zu 2 Millionen junge Aktien sein sollen. Aufgrund der Rekordzahlen des Unternehmens und des im Langfristvergleich anhaltend niedrigen Zinsniveaus kam dieses Ergebnis für die meisten Marktteilnehmer überrraschend, zumal eben gerade die bestehende Aktionäre ihre Bezugsrechte nicht im erwarteten Ausmaß ausgeübt hatten. Es ist dies der erste Misserfolg einer UBM-Kapitalmaßnahme, zumal schon bei einer Vorabplatzierung am 20. und 21. April 1.353.543 Aktien zum Bezugspreis von 40 Euro pro Stück gezeichnet wurden und dadurch vorläufig 54,1 Mio. Euro eingenommen worden sind. Der Bruttoemissionserlös erhöhte sich dann aber nur noch um gut 4 Mio. Euro auf 58,5 Mio. Euro.

„Gemeinsam mit unserer Notierung im Standard Market Continuous der Wiener Börse wird die neue Aktionärsstruktur die Liquidität unserer Aktie weiter fördern. Diesen Weg werden wir konsequent weiter verfolgen und streben bis Ende 2016 den Wechsel in den Prime Market an“, wird UBM CEO Karl Bier in einer Stellungnahme zitiert. „Nach einem hervorragenden Geschäftsjahr 2014 und ersten erfolgreich abgeschlossenen Transaktionen im ersten Quartal war die Kapitalerhöhung ein weiterer wichtiger Meilenstein.“