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UBM gibt wieder Vollgas

Rekordergebnis: bereit, wieder Vollgas zu geben

Autor: Gerhard Rodler

Das war nach den anfänglichen Schockmeldungen rund um die Pandemie nicht zu erwarten: Die UBM hat ein Rekord-Halbjahr abgeliefert. So konnte das Vorsteuerergebnis im Jahresvergleich um knapp die Hälfte gesteigert und die Finanzlage sogar noch weiter verbessert werden. „Aus einer Position der finanziellen Stärke und mit einer neu aufgestellten UBM können wir jetzt wieder Vollgas geben“, kommentiert Thomas G. Winkler, CEO der UBM. Die UBM-Assetklassen Wohnen und Büro werden weiterhin massiv nachgefragt, Wohnen sogar noch stärker als vor der COVID-19-Krise. Dauerhaft niedrige Zinsen und der Mangel an Anlagealternativen sollten die Nachfrage sogar weiter befeuern. UBM hat die strategische Ausrichtung an die veränderten Marktbedingungen angepasst und sich ein Stück weit neu erfunden. Die Projekt-Pipeline wurde um 60 Prozent auf 2 Milliarden Euro ausgebaut und besteht nun zu 43 Prozent aus Wohnen und 25 Prozent aus Büro. Teil der Neuerfindung ist auch eine radikale Ausrichtung auf Green Building und Smart Office. „Ohne Veränderung und ohne die nötige Substanz stellt die Corona-bedingte Krise eine Bedrohung dar, auch für die Immobilienbranche“, ergänzt Winkler. So sollten sich in den nächsten Quartalen Gelegenheiten aus der Schieflage einer Reihe von Mitbewerbern ergeben. Nach Jahren des Booms sind einige Entwickler hohe Risiken eingegangen, Banken werden bei der Fremdfinanzierung restriktiver und Mezzanin-Investoren nervös. UBM hat sich in den letzten Monaten so aufgestellt, um die sich daraus ergebenden Chancen optimal zu nutzen.

In Bezug auf die Ertragsentwicklung im Jahr 2020 seien aufgrund des unsicheren Marktumfelds weiterhin keine abschließenden Prognosen möglich, heißt es heute in einer Stellungnahme. Durch die aktuellen Reisebeschränkungen unmittelbar negativ betroffen sei das Hotel-Pachtgeschäft von UBM. Dieser Entwicklung wurde bereits zum Halbjahr entsprechend bilanziell Rechnung getragen. Während die Risikobereitschaft von Investoren, Banken und Mietern abnimmt, sollte das tief bleibende Zinsniveau sowie eine fortgesetzte Flucht in Realwerte den Anlagedruck bei Investoren sogar noch weiter verschärfen. Auf Basis des bisherigen Track-Records und des Rekord-Halbjahres ist UBM auf dieses Szenario optimal vorbereitet. Gleichzeitig werden sowohl die Gesamtentwicklung als auch die Risikoposition des Unternehmens laufend evaluiert, um auch für Alternativszenarien gerüstet zu sein.