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UBM verkauft 2. Angelo in München

Neuer Liebling der Investoren: Hotels

Autor: Gerhard Rodler aus München

Vom hässlichen Entlein zum Liebling der In­ves­tor­en: Hotels und in weiterer Folge auch andere Spe­zialimmobilien mutieren, wohl vor dem Hintergrund gesättigter Büro- und bald auch Retailim­mobilien­märkte, zu einer begehrten Veranlagungs-Assetklasse. Einer der Vorreiter dieser Trends ist die Union In­vestment, die seit gestern mittlerweile 32 Hotels im Bestand hat. Jüngster Coup war der Erwerb des Hotels „angelo Munich Westpark“ in München von UBM.

Entgegen den bisherigen Hotelakquisitionen wurde dieses Objekt in den für institutionelle Investoren auf­gelegten UniInstitutional German Real Estate hin­ein­gekauft.

Damit konnte bereits ein guter Teil der Liquidität aus der zweiten Zeichnungs­phase des Fonds, bei der Ende September weitere 100 Millionen Euro an Mittelzusagen eingeworben wurden, erfolgreich am Markt platziert werden. Wie schon in der ersten Zeichnungsphase im Oktober 2012 wurde der auf Immobilienanlagen in Deutschland ausgerichtete institutionelle Immobilien-Publikumsfonds mehrfach überzeichnet. Mit dem Ziel einer breiten Diversifikation auf der Anlageseite wurden pro Investor Anteilscheine von maximal 2 Millionen Euro ausgegeben. Für den Fonds gilt ein Mindestanlagevolumen von 500.000 Euro.

Das 4-Sterne-Hotel der Marke „angelo“ in der Münchener Innenstadt ist nach Büroinvestments in Darmstadt und Frankfurt/Main das erste Hotelinvestment des Fonds.

Käufer und Verkäufer kennen und schätzen sich schon länger, es ist nach Krakau und Amsterdam bereits ihr drittes gemeinsames Hotelprojekt und ein viertes zeichnet sich eben für Frankfurt ab. Oder wie es Union-Geschäftsführer Frank Billand ausdrückt: „Gute Geschäfte kommen zusammen, wenn man sich gut kennt.“ Das unterstreicht auch UBM-Vorstand Karl Bier, bei dem der Hotelanteil am Geschäft im langjährigen Durchschnitt bereits ein Drittel ausmacht, deutlich mehr als – noch bei der Union, wo erst jeder knapp zehnte Euro (1,8 Milliarden) in Hotels fließt. Oder anders formuliert: Im Vergleich zum Gesamtvermögen von 22 Milliarden Euro sind die 50 Millionen für das jetzt erworbene Angelo fast schon eine Fingerübung.

Apropos Fingerübungen: Von einer Krise bei den offenen Fonds merkt die Union gar nichts. Im Gegenteil. „Wir müssen die Ausgabe neuer Fondsanteile immer wieder vorübergehend stoppen, damit wir nicht unter zu großen Veranlagungsdruck geraten, aber das ist aktuell wohl eher ein Luxusproblem“, sagt der Geschäftsführer der Union Investment Institutional Property GmbH, Christoph Schumacher.