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UBM verkauft Andels in Berlin

Auch Radisson blue in Breslau vor Verkauf

Autor: Gerhard Rodler

UBM darf sich bald über einen Umsatzsprung von 100 Millionen Euro freuen. Konkret handelt es sich um LOI's für den Verkauf der Hotels Andels Berlin (Eröffnung 2009, 557 Zimmer, Hälfteeigentümer ist WARIMPEX) und Radisson Blu Breslau (Eröffnung 2002, 162 Zimmer). Käufer sind deutsche Fonds, die jeweiligen Closings werden voraussichtlich im 2. und 3. Quartal erfolgen. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Kolportiert werden über 100 Mio. für beide Häuser. Bei UBM liegt der Verkaufserlös bei beiden Hotels über dem Buchwert.

2014 konnte UBM das bisher beste Ergebnis in der 142-jährigen Geschichte erzielen. Die Dynamik nimmt seit dem Merger von Strauss und Partner weiter zu, denn sogar im üblicherweise schwächsten 1. Quartal, in dem normalerweise wenige Immobilienverkäufe gebucht werden, erreichte das Unternehmen einen neuen Rekord: Nach vorläufigen Zahlen konnte eine Produktionsleistung von 134 Mio. (+131 Prozent) und ein Vorsteuerergebnis von 8 Mio. Euro (+ 220 Prozent) erzielt werden. Aufgrund der sich nun abzeichnenden Hotelverkäufe in Berlin und Breslau, kann man schon jetzt davon ausgehen, dass UBM im 2. und 3. Quartal ähnlich hervorragende Zahlen wie im 1.Quartal erzielen wird.

„2015 werden wir“, so CEO Karl Bier, „die Zahlen aber noch einmal deutlich übertreffen.“ Seit deutsche Staatspapiere im 10-Jahres-Bereich unter 0,5 Prozent rentieren, sind institutionelle und private Investoren wie verrückt auf der Suche nach rentierlichen Investitionen. Der Immobilienmarkt ist für viele die einzige Alternative weil die Anfangsrenditen trotz der Yield-Compression noch immer deutlich über dem Bondmarkt liegen. Wohnflächen der Spitzenkategorie bringen in Deutschland eine Rendite von bis zu 3,25 Prozent. Die klassische Büroimmobilie in München oder Frankfurt erzielt aktuell bis zu 4,75 Prozent. Hotels hingegen bringen mit bis zu 5,25 Prozent deutlich mehr Ertrag.