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Ungebremster Zuzug in die Ballungsräume

Knappes Angebot an attraktiven Immobilien

Autor: Gerhard Rodler

Auch 2014 haben sich die wesentlichen Trends der letzten Jahre fortgesetzt: Das Angebot an attraktiven Immobilien ist laut s Real immer noch denkbar knapp, denn es verkaufen nur diejenigen, die das wegen ihrer persönlichen Situation tun wollen oder müssen. Viele behalten ihre Immobilien aber als sicheren Hafen für ihr Vermögen. Während der Markt für Gewerbe- und Büroimmobilien, aber auch für Einfamilienhäuser eine eher gedämpfte Entwicklung nahm, kam es bei Eigentumswohnungen und Grundstücken in Ballungsgebieten in den Vorjahren zu einer starken Preisentwicklung, die sich aber 2014 merklich abgeflacht hat.

In den Wünschen und Erwartungen der Verkäufer, teilweise auch der Bauträger, hat sich diese Entwicklung aber ungebremst fortgesetzt, und so kam es 2013 und 2014 zu einer doch erheblichen Kluft zwischen den Angebotspreisen einerseits und jenen Preisen, die die Interessenten bereit sind zu bezahlen. So erklären sich auch die Preissteigerungen, die für diese beiden Jahre veröffentlicht wurden: Diese waren zwar bei den Angebotspreisen vorhanden, jedoch nicht in den realen Transaktionspreisen. Für Interessenten gibt es einerseits noch immer zu wenige gebrauchte Wohnungen und Grundstücke in Ballungsgebieten am Markt, andererseits hat die Nachfrage nach hochpreisigen Miet- und Eigentumswohnungen 2014 nachgelassen, für die sich dadurch die Vermarktungsfristen verlängert haben. In diesem hochwertigen Marktsegment gibt es nun ein ausreichendes Angebot, wodurch in manchen Projekten in Zukunft mit Preisanpassungen und längeren Verwertungszeiträumen zu rechnen ist. Preislich herausragend ist Wiens 1. Bezirk mit Quadratmeterpreisen bis 30.000 Euro und einem Luxussegment, das noch vor 10 Jahren undenkbar war.

Auch 2015 wird der Zuzug in die Ballungsräume den Immobilienmarkt bestimmen, und zwar sowohl in Form von Zuwanderung aus dem Ausland, als auch durch Binnenwanderung innerhalb Österreichs. Daher wird speziell in den Ballungsgebieten das Angebot an Immobilien auch weiterhin knapp bleiben. Trotz allem rechnet s REAL für 2015 mit einem wachsenden Immobilienangebot insgesamt und der Akzeptanz des jetzigen Preisniveaus durch die Abgeber, Preissteigerungen wie in den letzten Jahren wird es nicht mehr geben. Somit sollte sich die Anzahl der Transaktionen am österreichischen Immobilienmarkt wieder erhöhen. 2013 lag sie bei nicht ganz 82.000 und damit auf dem Niveau des Jahres 2001. Für 2014 erwartet die s REAL eine Steigerung um rund 10 Prozent (Kauf).