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Unterpremstätten? Sollte
man kennen.

Die steirische C&P Immobilien entwickelte sich in 10 Jahren zu einer führenden Adresse im Bereich Vorsorgewohnungen für Privatkunden. Und die Ambitionen bleiben hoch.

Autor: Paul Pichler

Mit exakt 2.038 Einwohnern (Stand 1.1.2016) eignet sich Unterpremstätten nur bedingt als Mekka der österreichischen Immobilienwirtschaft. Im vergangenen Jahr gab es 150 Bauvorhaben, bei denen exakt 141 neue Wohneinheiten entstanden sind. Die Relevanz des Ortes für den Immobilienprofi scheint somit auf den ersten Blick bestenfalls beschränkt. "Als mein Geschäftspartner und ich unser Unternehmen gegründet haben, hatten wir die Vision, in zehn Jahren einen Umsatz von 100 Millionen Euro zu erwirtschaften", erzählt Markus Ritter, Vorsitzender des Vorstands der C&P Immobilien AG, von den Anfängen des steirischen Unternehmens mit Sitz in eben diesem Unterpremstätten. Mit einem Verkaufsumsatz von 120 Millionen hat man diese laut Ritter "etwas naive Vision" im vergangenen Jahr deutlich übertroffen.

„2020 werden Sie wieder in Sachen Wachstum von uns hören. Aber ordentlich.“

Viele Erfolgsfaktoren

Ein Grund für diese Entwicklung ist natürlich die nach wie vor große Beliebtheit von Vorsorgewohnungen als Anlageform - Stichwort niedriger Leitzins. Bezahlt gemacht hat sich auch die erfolgreiche Expansionspolitik. So macht man mittlerweile mehr Umsatz in Wien als in der steirischen Heimat. Und auch in Berlin stehen die Zeichen auf Erfolg. Darüber hinaus konnte man prominente Testimonials gewinnen - beispielsweise Hans Knauss. Dabei handelt es sich laut Ritter allerdings um keine klassische Werbepartnerschaft, immerhin sei Knauss "zuerst Kunde gewesen, dann erst Marketingpartner und zuletzt sogar Investmentpartner". Mit Michaela Kirchgasser wirbt mittlerweile eine weitere Wintersportlerin für die Unterpremstättener. Auch im Bereich Großprojekte ist C&P seit Längerem aktiv: Das Brauquartier Puntigam ist dabei so etwas wie das Aushängeschild des Unternehmens. Besonders stolz ist Ritter dabei auf den 5.000 m2 großen "Flying Garden", ein neuartiges Gartenkonzept, das insgesamt acht einzelne Baukörper auf Höhe des dritten Stockwerks verbindet.

"Es wird wieder Normalität einkehren"

Angesprochen auf die Preisentwicklungen der letzten Jahre sieht Ritter ein Ende des sprunghaften Preisanstieges. "Es soll wieder Normalität einkehren", erklärt er und meint damit eine Preissteigerung bei Miete und Kauf im Bereich der Inflationsrate. Für das Unternehmen selbst stehen die nächsten drei Jahre unter dem Motto der Erfolgsabsicherung. Man will quasi Luft holen und erwartet einen Umsatz zwischen 80 und 120 Millionen pro Jahr. Mit aktuell 450 Millionen Euro Projektvolumen in der Pipeline und einem geplanten Zukauf von 240 Millionen Euro Projektvolumen in Österreich, Deutschland und Kroatien im kommenden Jahr ist man deswegen aber nicht untätig. 2020 soll die Wachstums-Handbremse jedenfalls wieder gelöst werden. Und dafür hat Ritter auch schon eine neue Vision parat: "In zehn Jahren möchten wir Marktführer für Vorsorgewohnungen im deutschsprachigen Raum sein." Dass dies auf so manchen etwas naiv wirken mag, ist Ritter dabei durchaus bewusst. Bleibt also abzuwarten, ob wir die Rolle von Unterpremstätten spätestens im Jahr 2026 noch einmal überdenken sollten.

C&P Immobilien AG - seit elf Jahren am Markt

Die C&P Immobilien AG wurde 2006 als C&P Consulting GmbH gegründet. 2008 erfolgte die Umwandlung in eine AG. Zum damaligen Zeitpunkt waren die beiden Gründer und Eigentümer die jüngsten Vorstände aller operativ tätigen AGs in Österreich. Im Jahr darauf wurde in Graz das erste Neubauprojekt realisiert. Seitdem expandierte die C&P laufend. 2010 ging man nach Wien, es folgten Berlin und Split (Kroatien).

Großprojekte
Das Brauquartier Puntigam ist das größte Bauvorhaben der C&P Immobilien AG. Mit rund 800 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbefläche von insgesamt 65.000 m² bietet es Platz für bis zu 2.000 Menschen, die dort leben und arbeiten werden. 2017 geht der siebente von neun Bauabschnitten in die Vermarktung. Teil des Projekts sind auch Mikro-Appartments zwischen 23 und 30 m². 2016 wurde das Euroshopping-Gelände in Graz gekauft, auf dem ab 2018 rund 650 Wohnungen entstehen sollen.