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Unterschiedlicher Verhandlungsspielraum

Preisschere zwischen Angebot und Abschluss variiert stark

Autor: Gerhard Rodler

Es ist nicht nur eine Frage des Preises, sondern ganz offensichtlich auch der Lage beziehungsweise der Region, ob und - wenn ja - wieviel man bei den angebotenen Immobilienpreisen nachverhandeln kann. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung. Die Immobilien-Plattform willhaben und IMMOunited haben die Angebotspreise von rund 100.000 Wohnungen und Häusern, die im Jahr 2015 angeboten wurden, mit den tatsächlichen Kaufpreisen laut Grundbuch verglichen. Erstmals wurden flächendeckend über alle österreichischen Bezirke die Preisunterschiede zwischen Angebots- und Kaufpreisen von Eigentumswohnungen und Häusern analysiert. Die Analyse der Transaktionen von Eigentumswohnungen im Bezirk Salzburg-Umgebung hingegen zeigt, dass Immobilien in diesem Segment fast eins zu eins mit nur minus 0,1 Prozent Abschlag zum Angebotspreis verkauft werden.

Die größte Preisschere zwischen Angebots- und Verkaufspreis bei Eigentumswohnungen in Österreich findet sich im Bezirk St. Veit an der Glan (Kärnten) mit minus 19,3 Prozent, gefolgt von den Tiroler Bezirken Kufstein und Schwaz mit je minus 18,2 Prozent sowie Innsbruck-Land mit minus 17,4 Prozent. Aber auch im Bezirk Graz-Umgebung (Steiermark) liegt die Differenz bei immerhin minus 17,2 Prozent pro Quadratmeterpreis. In Wien wurde der größte Unterschied zwischen Angebots-und Verkaufspreis im 2. Bezirk (Leopoldstadt) mit minus 17,4 Prozent erhoben. Im ersten Wiener Gemeindebezirk befindet sich übrigens der teuerste ausgeschriebene Quadratmeterpreis Österreichs mit durchschnittlich 9.771 Euro. Allerdings wird dieser mit einem Kaufpreis von 8.692 Euro/m² (minus elf Prozent) nicht ganz erzielt.