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US-Notenbanker fürchten Immoblase

Immer öfter kommen jetzt wieder Warnungen

Autor: Gerhard Rodler

Der US-Notenbanker Richard Fisher hat vor einer neuen Immobilienblase in den USA gewarnt. "Ich sehe nicht nur in meinem Bezirk, sondern auch landesweit erste Anzeichen", sagte der Chef der Fed von Dallas. Daher müsse die Fed Vorsicht beim Ankauf von Hypothekenpapieren walten lassen, mahnte Fisher, der als Gegner einer ausgesprochen laxen Geldpolitik gilt.

Die Fed kauft Monat für Monat Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von insgesamt 85 Mrd. Dollar (62,7 Mrd. Euro) auf, um die Wirtschaft zu stützen: 40 Mrd. Dollar entfallen dabei auf den Erwerb von Hypothekenpapieren - im Fachjargon ABS genannt.

Die Fed hatte zur Überraschung der Märkte ihre Konjunkturspritzen im September noch nicht reduziert. Viele Experten erwarten, dass sie auch wegen der wirtschaftlichen Folgen des wochenlangen Etatstreits in Washington den Fuß später vom Gaspedal nehmen wird und womöglich erst im nächsten Jahr mit dem Einstieg in den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes beginnen wird. Die Notenbank reagierte mit ihrer großzügigen Geldpolitik auf die Folgen der Finanzkrise, die letztlich von einer Immobilienblase in den USA ausgelöst wurde.