Immobilien Magazin
Gloria Sultano

Verbindlichkeit als Eckpfeiler des Erfolgs

Immobilienplaudereien von Gloria Sultano

Mich plagen nur geringe Konkurrenzängste und daher empfehle ich auch öfters Kolleginnen weiter. Vor Kurzem tat ich genau das, ich habe eine von mir geschätzte Maklerin einem Kunden ans Herz gelegt. Sie sollte für ihn einen Mieter für seine luxuriöse Villa finden und das ist nicht mein Revier. Ich kenne die Kollegin aus dem Maklerkurs und wir pflegen den Kontakt und ich mag sie sehr. Zwei Wochen später fragte die Bekannte per SMS nach der Telefonnummer des Vermieters. Sie hatte leider sämtliche Aufzeichnungen meinen Kunden betreffend verlegt. Noch dachte ich mir dabei wenig.

Szenenwechsel, zwei Tage später, eine anderer Makler aus einer anderen Fortbildung, seines Zeichens Gewerbespezialist. Ihn habe ich selber angerufen, wenige Tage nachdem ich einen anderen meiner Top-Kunden an ihn verwiesen hatte. Dieser will nämlich gerade sein Bürohaus über mich verkaufen und sucht ein Ersatzobjekt.

Auf meine Nachfrage hin wird mir erfreut erklärt, dass der Kollege mich eh seit Tagen anrufen will. Er hatte nämlich sämtliche Daten des Interessenten falsch und damit unauffindbar abgelegt und auch seinen Namen vergessen.

Ich habe mich daraufhin gefragt: War das einfach Pech oder Zufall oder doch symptomatisch für diese Branche? Wird hier gerade der schlechte Ruf der unzuverlässigen MaklerInnen bestätigt? In beiden Fällen geht es um nicht wenig Geld.

Nicht für mich, wohlgemerkt. Ich freue mich, wenn ich Kollegen ein Geschäft vermitteln kann, und will daran nicht verdienen. Aber dumm dastehen vor meinen Kunden, das will ich auch nicht. So empfinde ich es als angebracht, und das besonders, wenn eine Empfehlung vorangegangen ist, dass die Kollegen sich zuverlässig um ihre Agenden kümmern. Natürlich ist nicht zu verlangen, dass sie nachts wach liegen und sich Gedanken über die Kunden machen. Das ist klar.

Mir passiert das allerdings schon manchmal. Das war ja auch der Grund meines Anrufes. Um nämlich nachzufragen, ob er bereits ein passendes Objekt gefunden hat. Weil ich Service großschreibe und Mitdenken für mich kein Fremdwort ist. Nicht zuletzt sind Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit die Missing Links, die die Erfolgreichen vom Durchschnitt unterscheiden.

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