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Verrückter Markt

Hohe Hallennachfrage, aber nicht, wo gebaut wird

Autor: Gerhard Rodler

Unter den 50 nachfragestärksten Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland sind neben den fünf großen Bürostandorten (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München) fast ausnahmslos Kreise aus den Regionen Rhein-Ruhr, Rhein-Neckar und Rhein-Main vertreten. Erst auf Platz 58 folgt mit der Stadt Leipzig der erste Kreis - bzw. kreisfreie Stadt - in den neuen Bundesländern - gefolgt von Erfurt auf Platz 69. Die Nachfrage spiegelt sich aber weder in der Miete noch in den Bodenwerten wieder. Dies stellt der neuerschienene Marktreport Industrieimmobilien für moderne Hallenflächen dar. Der in kartografischer Form erscheinende Marktreport wurde gemeinsam von TÜV SÜD ImmoWert und IndustrialPort veröffentlicht. Auf Kreisebene werden die Mediane der Mieten getrennt für moderne Lager, Logistik- und Produktionsflächen dargestellt. Der Nachfrage nach modernen Hallenflächen sind anschaulich fünf Bodenwertzonen gegenübergestellt. Hierfür wurden mehr als 20 Mio. Quadratmeter moderne Hallenflächen, verteilt auf über 1.000 Gebäude, untersucht. „Ganz besonders bemerkenswert fand ich an den Ergebnissen, dass es kaum Zusammenhänge zwischen Nachfrage, Bodenpreisen und Miethöhen gibt“, sagt Rüdiger Hornung, Geschäftsführer von TÜV SÜD ImmoWert GmbH.“ Peter Salostowitz, Geschäftsführer von IndustrialPort GmbH & Co. KG bemerkt hingegen „dass die Nachfrage nach Flächen nicht immer dort hoch ist, wo in den letzten Jahren viel gebaut wurde“.