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Vier-Sterne-Boom am deutschen Hotelmarkt

Der Hotelinvestmentmarkt im dritten Quartal auf Vorjahresniveau.

Autor: Romana Kanzian aus Berlin

Die Performance auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt bleibt stabil, auf hohem Niveau. Mit einem Transaktionsvolumen von rund drei Milliarden Euro wurde das gute Ergebnis aus dem Vorjahr knapp übertroffen. Laut CBRE werden die Umsätze aus dem Rekordjahr 2015 heuer jedoch nicht erreicht. Vor allem nationale Investoren sind auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt tätig - sowohl auf Käufer als auch auf Verkäuferseite. So waren diese für gut 1,6 Milliarden Euro oder 54 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich. Auf Verkäuferseite belief sich das Volumen auf 1,8 Milliarden Euro. Damit setzten inländische Investoren weiterhin auf Hotelimmobilien im eigenen Land und bauten ihren Anteil gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um zwei Prozentpunkte aus.

Im dritten Quartal erreichten die Umsätze laut CBRE mit 856 Millionen Euro das Niveau von 2015. Größte Transaktion bis dato war der Verkauf des Hyatt Regency Düsseldorf, welches für 100 Millionen Euro an Primotel Europe (europäischen Hotelfonds) und Algonquin ging.

Gute Nachfrage bei Vier-Sterne-Hotel und Budget-Hotels treffen auf ein knappes Angebot. Wie auch schon vor einem Jahr wurde hauptsächlich in Hotels der Vier-Sterne-Kategorie investiert. Mit gut 1,7 Milliarden Euro setzten sich diese erneut an die Spitze und damit vor die Hotels im Drei-Sterne-Segment.

Das Transaktionsvolumen erinnert stark an das Ergebnis des letzten Jahres, wie Andreas Erben, Geschäftsführer von Colliers International Hotel betont: „Diese Ausgangslage lässt auf eine Wiederholung des Rekordwertes aus dem Vorjahr von 4,5 Milliarden Euro hoffen. Trotz stark unter Druck stehender Renditen zeigt sich die Nachfrage weiter auf hohem Niveau, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass im Vergleich zu anderen Assetklassen verhältnismäßig lohnende Renditen erzielt werden können. Allerdings wird die zunehmende Produktknappheit auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt immer mehr zum limitierenden Faktor werden“, so Erben abschließend. Die Renditen für erstklassige Gebäude liegen derzeit bei 4,75 Prozent.