Immobilien Magazin

VIG-Konzern will S Immo-Anteile prüfen

Im Zuge der Fusion zwischen der Wiener Städtischen und der s Versicherung werden die zehnprozentigen Anteile an der S Immo einer Prüfung unterzogen.

Autor: Charles Steiner

Bei der Bilanzpressekonferenz der Vienna Insurance Group (VIG), die auch online abrufbar ist, fiel beim Thema Fusion zwischen Wiener Städtischer und der s Versicherung von VIG-CFO Martin Simhandl ein besonderer Satz: Die zehnprozentigen Anteile der s Versicherung an der s Immo sollen überprüft werden. Diese könnten dann, wenn die Fusion vollzogen sind, entweder verkauft oder gehalten werden. Wann diesbezüglich eine Entscheidung fallen soll, ist nicht kommuniziert worden.

Wie ein Sprecher der VIG gegenüber dem immo7 bestätigte, dass man die strategische Bedeutung des zehnprozentigen Aktienpakets im Zuge der geplanten Fusion neu beleuchten wolle. Interessenten habe es für die S Immo-Anteile immer wieder gegeben, ein konkretes Angebot würde derzeit allerdings nicht vorliegen. Keine Informationen gab es darüber, was mit dem Erlös bei einem möglichen Verkauf geschehen soll. "Derartige Überlegungen und Entscheidungen werden dann getroffen, wenn sie relevant sind", heißt es vom Sprecher.

Das Paket ist von VIG und der Erste Bank aufgebaut worden. Ende des Vorjahres hatte aber die Erste Bank ihre Anteile an Ronny Pecik verkauft (immoflash berichtete). Dieser wiederum hatte mit Signa-Boss Rene Benko einen Deal, wonach Benko das Recht eingeräumt wurde, bis Ende 2019 die gesamten 21,86 Prozent von Ronny Pecik zu kaufen. Das nährte die Gerüchte, dass die S Immo, die Immofinanz und die CA Immo durch Initiative von Benko zusammengehen könnte. Die S Immo hält ja bei der Immofinanz rund 11,82 Prozent und bei der CA Immo etwa fünf Prozent und hatte in den Vormonaten immer wieder zugekauft.

Über die luxemburgische Tochter SOF-11 Starlight 10 EUR S.à r.l hatte der US-amerikanische Investor dafür erklärt, rund fünf Prozent an der Immofinanz und 26 Prozent an der CA Immo übernehmen zu wollen. Dafür wollen die Amerikaner über 800 Millionen Euro in die Hand nehmen (wir berichteten).