immoflash

VII warnt vor Experimenten

Eingriffe der Politik bringen Wohnungsstau

Autor: Charles Steiner

Die Diskussionen um den deutschen Mietendeckel lässt auch die österreichische Immobilienbranche nicht kalt. Schon auch deshalb nicht, weil die eine oder andere Partei durchaus mit dem deutschen Vorstoß liebäugelt. Für Wolfgang Louzek, Präsident des Verbands der Institutionellen Immobilieninvestoren, wäre das ein Experiment mit fatalen Folgen. „Wer glaubt, in den Wohnungsmarkt einfach mittels Dirigat eingreifen zu können, findet sich schnell in der Wirklichkeit wieder. Investoren lassen sich nicht permanent für ein Versagen der Politik bestrafen, denn nichts anderes stellt die Mietpreisbremse in Deutschland dar“, so Louzek. Am Beispiel Deutschland warnt er vor den Auswirkungen. Mittlerweile werden in Deutschland schon viele bewilligte Neubauten nicht mehr realisiert, Neueinreichungen gehen drastisch zurück. Das hat eine steigende Wohnungsknappheit zur Folge. Denn, so Louzek: „Jeder vernünftige Investor wartet also ab, wann dieser Wahnsinn endlich wieder revidiert wird, denn auch das Aktienrecht verlangt in solchen Situationen einen Stopp des Investments. Nur welcher Politiker hat davon schon eine Ahnung?“ Von der zukünftigen Bundesregierung fordert er, sich „nicht diesem Unsinn anzuschließen“. Nur mit einem Mindestmaß an Rendite könne sich der Markt entwickeln und Wohnraum geschaffen werden. Zudem habe sich die künftige Regierung der Wohnungsproblematik im Gesamten zu widmen. Das umfasse, so Louzek, etwa eine Wiedereinführung des Investitionsfreibetrags, marktkonforme Mieten, Anpassung der Altmieten an das Marktniveau, Reduktion der Normenflut, eine Baulandinitiative sowie eine regelmäßige Überprüfung der Förderwürdigkeit.