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VÖL: Immo-Leasing erholt sich

Laut Studie wieder mehr Immo-Leasingverträge

Autor: Charles Steiner

Der österreichische Immobilienleasing-Markt erholt sich langsam: Einer Studie des Verbands Österreichischer Leasing-Gesellschaften und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte zufolge, stieg die Anzahl von Leasingverträgen und damit das Investitionsvolumen im Vergleich zum Halbjahr 2014 wieder an. Das erweist sich für den VÖL insofern als erfreulich, da nach dem Rekordhalbjahr 2011 mit 109 abgeschlossenen Verträgen dieselben in den Keller purzelten und im Halbjahr 2014 mit 161 Millionen Euro einen Tiefststand erreichte. Heuer konnte das Volumen mit 337 Millionen Euro sogar mehr als verdoppelt werden. Klaus Klampfl, Vice President des VÖL führt die Talfahrt von Immobilienleasing-Verträgen auf verschärfte gesetzliche Rahmenbedingungen zurück. „Der Gesetzgeber hat steuerliche Vorteile beim Leasing ausgesetzt“, so Klampfl. Leasing hat aber Vorteile, wie Gerhard Marterbauer von Deloitte betont: „Mit veralteten Standards bei Produktionsstätten, Gewerbeobjekten oder Bildungseinrichtungen ist das Land auf Dauer nicht wettbewerbsfähig. Um den Investitionsstau nachhaltig zu lösen, benötigt die österreichische Wirtschaft dringend wirksame Anreize für privatwirtschaftliche Investitionen. Immobilienleasing kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.“ Vorteile des Leasings gegenüber eines Kredits seien etwa, dass man kein Eigenkapital in Form einer Anzahlung einsetzen müsse und man den Leasingvertrag langfristig aufsetzen könne. Das mache, so Klampfl, gerade bei Gewerbeimmobilien Sinn. Allerdings sei der Bekanntheitsgrad noch nicht besonders hoch: Laut der Studie unter 104 Teilnehmern aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen ist diese Form der Immobilienfinanzierung bei einem Viertel gänzlich unbekannt. Für Wohnimmobilien bietet man diese Finanzierungsform übrigens nicht an.