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Volle Fahrt in Deutschland!

Investmentmarkt verzeichnet zweitstärkstes Quartal überhaupt

Autor: Gerhard Rodler

Nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International befindet sich der gewerbliche Investmentmarkt Deutschland weiter in voller Fahrt und knüpfte in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 mit einem Transaktionsvolumen von rund 10 Milliarden Euro nahtlos an das vorangegangene Quartal an. Damit ist es das zweitstärkste erste Quartal überhaupt. Lediglich im Ausnahmejahr 2007 wurde bisher ein höheres Volumen registriert. Der herausragende Verkauf des ersten Quartals war jener des aus 18 Behördenimmobilien in Hessen bestehenden Leo-I-Portfolios für etwa 1 Milliarde Euro an ein Investorenkonsortium um die Patrizia Immobilien AG.

Insbesondere internationale Investoren verstärkten ihre Aktivitäten spürbar. Durch ihre Beteiligung an einigen der größten Transaktionen des ersten Quartals legten sie mit gut 5 Milliarden Euro sogar geringfügig mehr an als deutsche Investoren mit 4,9 Milliarden Euro. Größter Einzeldeal war dabei der Verkauf eines Anteils am Oberhausener Einkaufszentrum CentrO an Unibail-Rodamco für rund 535 Millionen Euro, gefolgt von der Übernahme der ehemaligen WestLB-Zentrale durch Blackstone für etwa 350 Millionen Euro. Das meiste Kapital floss im ersten Quartal 2014 in Büroimmobilien, die ein Transaktionsvolumen von gut 4,2 Milliarden Euro (Marktanteil 42 Prozent) auf sich vereinen konnten. Rund 2,6 Milliarden Euro wurden in Einzelhandelsimmobilien investiert, was einen Marktanteil von 26 Prozent und den zweiten Platz bedeutete. Wie im Vorjahr lagen Logistik- und Industrieimmobilien in der Investorengunst am Jahresanfang überdurchschnittlich weit vorne und erzielten mit gut 1,3 Milliarden Euro einen Marktanteil von über 13 Prozent. Hintergrund waren auch hier mehrere großvolumige Portfolioankäufe internationaler Investoren wie die Übernahme von 10 Logistikimmobilien für rund 300 Millionen Euro durch ein Joint Venture von Segro und dem kanadischen Public Sector Pension Investment Board von zwei Fonds von Tristan Capital Partners.

In die sechs von Colliers International untersuchten Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart flossen in den ersten drei Monaten des Jahres knapp 3,6 Milliarden Euro und damit rund 9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.