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Hotels: Früher gemieden, heute geliebt

Schon stärkste Assetklasse in Österreich

Autor: Gerhard Rodler

Mit seiner Hotelstrategie hat die UBM scheinbar ins Schwarze getroffen: Noch vor einigen Jahren als Investmentprodukt an institutionelle Investoren in Europa nahezu unvermittelbar hat sich diese Assetklasse immer besser entwickelt und ist mittlerweile in Österreich sogar zur stärksten Assetklasse im Investmentbereich aufgerückt, hat also zwischenzeitig die bisherige "Königsklasse" im institutionellen Investment, Büros, überholt. 55 Prozent der Investments in Österreich entfielen im ersten Quartal auf dieses Segment.

Zwei große Deals - der Verkauf der Hotels Hilton am Stadtpark an Krause & Kollitsch sowie der Kauf des Hotels Imperial durch die Al Habtoor Groupes - waren dafür im Wesentlichen verantwortlich. Der Verkauf des Hilton am Stadtpark war übrigens überhaupt der bisher größte Hotel-Deal in Wien, bekräftigt CBRE.

Aber auch in Deutschland geht derzeit mit Hotels die Post ab. Dieser Markt ist derzeit der attraktivste für Investoren in Europa. Großbritannien, dessen Hotelinvestitionsmarkt 2015 mit rund 9,3 Mrd. Euro noch ungefähr doppelt so groß war wie jener Deutschlands (rund 4,4 Mrd. Euro), wurde nur mehr von 50 Prozent der Befragten als sehr attraktiver Markt bezeichnet, wogegen bereits 58 Prozent Deutschland nannten. Laut Umfrage, die CBRE auf dem IHIF (International Hotel Investment Forum) durchgeführt hat, planen 50 Prozent der befragten Investoren für 2016 eine Ausdehnung ihrer Investmentaktivitäten im Hotelbereich.