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Vonovia emittiert erstmals digital

Erster Investor war M.M. Warburg Bank

Autor: Charles Steiner

Nicht nur der Immobilienbereich digitalisiert sich weiter, sondern auch der Finanzbereich. Technische Lösungen, um Transaktionen digital abzuwickeln gibt es bereits, auch für Anleihen ist das bereits machbar. Mittlerweile zieht auch der Gesetzgeber nach - zumindest in Deutschland. Erst Mitte Dezember hatte das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Einführung von elektronischen Wertpapieren beschlossen, mit dem die Digitalisierung des Finanzplatzes Deutschland vorangetrieben und eine zentrale Forderung der Blockchainstrategie der Bundesregierung für mehr Transparenz, Marktintegrität und Anlegerschutz erfüllt werden soll. Jetzt hat die Vonovia erstmals eine vollständig digitale Namensschuldverschreibung in Höhe von 20 Millionen Euro begeben. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre. Für die Emission wurden Security Tokens zum Eigentumsübertrag der Forderung unter höchsten Sicherheitsstandards genutzt. Die Übertragungen der Eigentumsrechte an realen Vermögenswerten finden auf der etablierten Stellar Blockchain statt, die international für Transaktionen genutzt wird.

Laut Vonovia handle es sich um ein Novum am Kapitalmarkt: Vonovia kreierte den Token eigenständig über den Online-Marktplatz firstwire. Auf der Plattform, die Emittenten und Investoren unmittelbar und in Echtzeit zusammenbringt, hatte Vonovia bereits im September 2019 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 50 Millionen Euro platziert.