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Warum Österreicher investieren

Emotionen schlagen rationale Gründe beim Immo-Kauf

Autor: Gerhard Rodler

Zwar ist die Altersvorsorge das Motiv Nr. 1 für den Immobilienkauf, aber rein rational getrieben ist dieser Schritt nur für knapp sechs Prozent der Kaufinteressenten. Geht es um den Erwerb der eigenen vier Wände, sind emotionale Gründe ein zentraler Treiber für die Mehrheit der Suchenden – selbst dann, wenn man als Kapitalanleger die Augen nach einer Immobilie offen hält. Zu diesem Ergebnis kommt das Immobilienbarometer von ImmobilienScout24, bei dem insgesamt 1.129 österreichische und deutsche Kaufinteressenten im Mai 2014 befragt wurden.

Für die Mehrheit der befragten Kaufinteressenten zählt neben den finanziellen Aspekten als Kaufmotiv vor allem die Freiheit, die Immobilie selbst zu gestalten (52 Prozent) sowie ein langfristiges Zuhause zu schaffen (46 Prozent). Auch die Unabhängigkeit von einem Vermieter ist für knapp 45 Prozent der Befragten ein Grund, Haus- oder Wohnungseigentümer zu werden. Selbst Kapitalanleger wollen ihr Geld nicht ziellos in eine Immobilie stecken: 36 Prozent der Investoren möchten einen Wert schaffen, den sie guten Gewissens vererben können. Nur jeder Fünfte gibt an, er hätte ausschließlich finanzielle Erwerbsgründe (21 Prozent).

Jedem zweiten Käufer (47 Prozent) ist es auch egal, ob es sich bei der Immobilie um einen Altbau oder Neubau handelt. Nur bei denjenigen, die eine Präferenz angeben, hat der Neubau knapp die Nase vorn (33 vs. 20 Prozent). Vor allem die Selbstnutzer finden Neubauimmobilien attraktiver als Altbauten. Das mag daran liegen, dass das Risiko für Folgeinvestitionen bei einem Neubau geringer ist bzw. sich leichter kalkulieren lässt.

Für die meisten Kapitalanleger (53 Prozent) kommt nur eine Immobilie in der Stadt in Frage, nur knapp fünf Prozent der Anleger würde in eine ländliche Immobilie investieren. Dagegen präferiert die Mehrheit der Eigennutzer den grünen Speckgürtel (54 Prozent), nur jeder Dritte will in der Stadt wohnen.