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Weihnachten für Logistikimmobilien

Nebeneffekt des boomenden Onlinehandels

Autor: Gerhard Rodler

Diese Weihnachten ist vieles anders. Auch das Einkaufsverhalten der Österreicher: 4 von 10 Konsumenten suchen ihre Geschenke mit ihrem Mobiltelefon aus und kaufen es auch auf diesem Weg. Mittelfristig wird dies nach Expertenschätzungen sogar jeder zweite tun. Das verändert auch den Immobilien(investment)markt beträchtlich und nachhaltig.

Einzelhändler reagieren auf den Wunsch der Verbraucher nach Geschwindigkeit und Bequemlichkeit und passen ihre Lieferungen dementsprechend an, sowohl im Hinblick auf die Lieferung selbst, als auch die Sammelstellen. „Click and Collect“ (Bestellen und Abholen) ist unter den Einzelhändlern beliebt, da die Kunden, die ihre Waren im Geschäft abholen oft noch andere Produkte zusätzlich kaufen. Besonders beliebt ist dies in England, wo mehr als ein Drittel der Kunden dieses Service in Anspruch nehmen, im Vergleich zu 13 Prozent in den USA und 5 Prozent in Deutschland. „Der Prozentsatz in Österreich liegt derzeit noch unter 1 Prozent, was noch ein großes Aufholpotenzial mit sich bringt. “Wir erwarten jedoch, dass sich dieser Trend auch in Österreich manifestieren wird", sagt Stefan Goigitzer, Head of Retail in Österreich bei Colliers International.

Colliers sieht künftig 3 verschiedene Arten von Distributionszentren: Zum einen werde es große regionale und nationale Vertriebszentren mit entweder Voll- oder halbautomatisierten Handelshäfen oder Ankunftsstandorten geben. Zum anderen mittelgroße Cross-Docking Distributionszentren mit rund 9.000 m² an Hauptverkehrswegen in den großen Städten und Ballungsräumen. Und schlussendlich werde es noch kleine städtische Hallen und Zugangszentren mit bis zu 900 m² geben. Um genügend Distributionszentren zu bauen, wird mehr Land dringend erforderlich.

Darüber hinaus werden wahrscheinlich auch ältere Büroflächen wieder interessant, da sich diese als städtische Hallen eignen könnten.