Immobilien Magazin

Weintipp der Woche: Gemischter Satz Nussberg 2016, HAJZANNEUMANN

Diese Woche auf der immo7-Weinkarte: der Gemischte Satz Nussberg 2016 von HAJAZANNEUMANN aus Wien - mit Immobilienbezug.

Autor: Barbara Bartosek

Architektur und Wein gehören in Österreich einfach zusammen. Spätestens seit die EU Zielgebiet-Förderungen Anfang der 90er hiesige Weinbauern zu regelrechten Weinbau-Unternehmern gemacht hat. Auch die Zunft der Architekten hat damals profitiert, denn viele Marketingambitionen führten zum Bau stattlicher Verkostungs- und Präsentationsräumlichkeiten. Das hat Österreichs Weinwirtschaft optisch und inhaltlich verschönert, denn an gewissen Standards kommen aufstrebende Winzerinnen und Winzer nicht mehr vorbei. Und so hat Architekten Heinz Neumann, 2001 begonnen gemeinsam mit Stefan Hajszan und später mit Fritz Wieninger auch selbst den Trackrecord der Wiener Weinberge mitzugestalten. Die Etiketten sind geometrisch ansprechend und deuten auf die technischen Wurzeln Neumanns. Und auch seine Weine sind (rein technisch betrachtet) tadellos ausbalancierte Produkte. Hier unser heutiger Tipp:

Gemischter Satz Nussberg 2016

HAJZANNEUMANN aus Wien

Gemischter Satz DAC Nussberg 2016, 13%, € ab 12,50 z.B. bei Wein & Co

Der Gemischte Satz ist in Wien eine sehr emotionale und individuelle Geschichte, handelt es sich doch im Ursprung um eine Art Zwangs-Cuvee aus nicht mehr genau zuordenbaren und gemeinsam gelesenen Trauben. Obwohl jeder Wiener Winzer sein ganz eigenes Sorten-Verhältnis einbringt und es sich damit ein sehr individuelles Produkt erzeugt, gibt es (für mich) den perfekten Gemischten Satz. Hier handelt es sich um einen solchen: Ein hellgoldener, Muschelkalk-trockener Wein, der aber nicht staubt, ordentlich Alkohol mitbringt und neben einem würzigen "Pfefferl" auch noch herrlich nach Trauben schmeckt. Und Lust auf ein Schmalzbrot macht. Das ist das Schöne am GS - er besteht neben der deftigen Wiener Küche, ohne einen mit der Hantigkeit eines klassisch ausgebauten Veltliners zu verschrecken. Bei diesem GS, der sich am berühmten Nussberg seine Sonnenstunden geholt hat, werden alle Wünsche erfüllt. Will man weniger Säure oder mehr Frucht, muss man sich eben wo anders umschauen. Hier haben wir einen perfekten, sommerlichen Essensbegleiter für Nicht-Salatesser und Hobby-Laubenhocker. Und er darf uns auch noch gerne ein wenig in den Herbst begleiten. Denn die Alkoholattacke ist vielleicht noch etwas aggressiv - aber das kann man einem jungen Wein zugestehen. Insgesamt eine sehr gelungene Weinarchitektur.

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