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Weiter Krise bei Immo-Fonds

Grosse Verluste für die Anleger erwartet

Autor: Robert Rosner

Lange Zeit sind in Deutschland offene Immobilienfonds (OIF) als extrem sicher beworben worden. Dann kam die Finanzkrise und traf die Fonds und damit auch Millionen Kleinanleger schwer: Weil Investoren innerhalb weniger Tage riesige Summen abzogen, fehlten Barmittel. Eine Reihe der OIF musste die Rücknahme von Anteilscheinen aussetzen. Die Nachwehen sind bis heute zu spüren.

Aktuell befinden sich 14 offene Immobilien-Publikumsfonds in Auflösung, die Sparer kommen nicht an ihr Geld – es sei denn, sie verkaufen ihre Anteile vorzeitig und nehmen Verluste in Kauf. In diesen Fonds steckten nach Zahlen des deutschen Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) Ende Jänner noch 15,8 Mrd. Euro – immerhin ein Fünftel des Gesamtvermögens aller Publikums-OIF. Darunter sind Schwergewichte wie der Axa Immoselect, der KanAm Grundinvest, der SEB Immoinvest oder der CS Euroreal A mit Vermögen zwischen 1,5 und 4,5 Mrd. Euro.

Das Geld der Anleger ist zwar nicht weg, weil den Einlagen Immobilien gegenüber stehen. Diese müssen nun bis zur endgültigen Auflösung der Fonds verkauft werden, die Einnahmen werden in regelmäßigen Abständen an die Anleger ausgeschüttet. Doch der Verkauf zum Marktwert wird schwieriger, je näher die endgültige Auflösung rückt.