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Weiter Streit um's Wohnen

Gemeinnützige kritisieren Kommissionspapier zu Mietwohnungsmarkt

Autor: Gerhard Rodler

Als "höchst realitätsfremd" kritisierte Karl Wurm, Obmann des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV), das jüngst publik gewordene Expertenpapier der Generaldirektion Finanzen der EU Kommission. Nicht der regulierte Mietwohnungssektor destabilisiere, wie von den Studienautoren angenommen, den Wohnungsmarkt, sondern die staatliche Förderung des Wohnungseigentums in Verbindung mit einem liberalisierten und deregulierten Kreditapparat. Das habe das Platzen der Immobilienblasen in Spanien und Irland deutlich gezeigt, erklärte Wurm unter Bezugnahme auf eine vom GBV-Verband in Auftrag gegebenen Studie zu den stabilisierenden und destabilisierenden Faktoren auf Wohnungsmärkten. Darin wird von Wirtschaftsforscher Robert Wieser nachgewiesen, dass gerade ein hoher Anteil preisregulierter Mietwohnungen stabilisierend auf den Wohnungsmarkt wirkt und auf diese Weise auch breiten Bevölkerungsschichten bis weit in die Mittelschicht erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung stellen kann.