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Zuzug in die Ballungsräume

Immobilieninvestment boomt auch 2017

Autor: Gerhard Rodler

Das Jahr 2016 war das Jahr der Immobilieninvestments: Investiert wurde in alle Immobilienarten - von der Eigentumswohnung oder das Einfamilienhaus zur Eigennutzung, über die Vorsorgewohnung bis hin zu Büro- und Gewerbeimmobilien, wobei bei allen diesen Investments die Lage bzw. die Region, sowie das Fehlen anderer, ertragreicher Anlageformen ausschlaggebend waren.„Es gibt große Liquidität bei institutionellen Anlegern und Stiftungen“ erklärt s Real Geschäftsführer Michael Pisecky die Hintergründe, „aber auch Private investieren verstärkt in Immobilieneigentum, weil sie in volatilen Zeiten die Sicherheit der Anlage in Grund und Boden zu schätzen wissen.“

Trotz verstärkter Bautätigkeit könne die Neuwohnraumschaffung nicht mit dem steigenden Bedarf mithalten; zusätzlich seien auch die Preise für schwächere Einkommensgruppen im Neubau zu hoch. Im freifinanzierten Bereich hat mittlerweile sowohl bei Mietwohnungen, als auch bei Eigentumswohnungen das Angebot den Bedarf leicht überschritten, wodurch es immer öfter zu längeren Verwertungszeiten kommt. Auch 2017 werde die Zuwanderung, der Run auf die Ballungsräume, Vermögensaufbau und Absicherung die Themen sein, die den Immobilienmarkt bestimmen. Die vielseitige Nutzung von Gebäuden müsse ermöglicht werden, auch kurzfristige Zwischennutzung; oft wird dies durch gesetzliche Rahmenbedingungen verhindert (Widmungen, Mindestvertragsdauer bei Befristungen etc.) Der Bestand an Immobilien in Österreich ist durchschnittlich 50 Jahre alt und kann sich nicht so schnell an neue Bedarfssituationen - mehr Singles, mehr Migration, mehr Senioren - anpassen.

Auch im kommenden Jahr werden die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen und für Einfamilienhäuser in guten Lagen laut s Real leicht steigen, ansonsten aber halte man in Österreich einstabiles Preisniveau.