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Welterbe zum Tag: Fluch statt Segen?

Es wird immer schwieriger, in Salzburg zu bauen

Autor: Gerhard Rodler

In Wien hatte der Weltkulturstatus das seinerzeitige Wien-Mitte-Projekt schon vor einem Jahrzehnt verhindert und einen potenten Großinvestor dauerhaft aus Wien vertrieben. Ähnliches droht jetzt auch im auch sonst für Immobilienprojekte schon schwierigen Salzburg. Seit 2011 wird in Salzburg unter anderen das Altstadt-Bauprojekt „City Life Dr.-Franz-Rehrl-Platz“ verhindert.

Im Auftrag der UNESCO legt ein Expertenteam der Donau-Universität Krems nun ein zusätzliches Gutachten zur Verträglichkeit des Projekts mit dem Weltkulturerbe vor.

Das Gutachtergremium greift dabei die bereits geäußerten Bedenken auf und ortet offene Fragen in der städtebaulichen Entwicklung im Rahmen des Projekts. Die Gutachter bewerten die bereits vorgenommenen Überarbeitungen der Projektpläne ebenso wie die Vorbereitungsarbeiten zur Umsetzung des Wettbewerbs positiv. Dennoch, so das Ergebnis, „wurde den bereits geäußerten Vorbehalten der UNESCO, die sowohl durch das Komitee ICOMOS International als auch durch ICOMOS Austria erfolgten, noch nicht genügend Rechnung getragen“.

Für künftige nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte werden breiter gefasste Wettbewerbsverfahren empfohlen.