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Wenig Büroangebote in Wien

Stimmungsbarometer zeigt positives Bild

Autor: Gerhard Rodler

Ein weiter sinkendes Angebot an neuen Flächen, etwas mehr Vermietung als im Vorjahr, sinkende Renditen und leicht steigende Mieten: Das sind die Kerndaten aus dem vorliegenden 30. Büromarktbericht der OTTO Immobilien Gruppe, der heute, Montag, vor Journalisten präsentiert wurde. Als positiv beobachtet man die Stimmung am Büro- und Investmentmarkt: der neue „Stimmungsbarometer“ von OTTO Immobilien, eine Befragung von 13 relevanten nationalen und internationalen Playern, habe dies klar gezeigt. Die Vermietungsleistung sehen die Experten von Otto Immobilien mit 230.000 m² für heuer etwas höher als 2014. Vor allem bei Flächen bis 500 m² bzw. über 1000 m² gebe es eine große Nachfrage. Bürostandorte mit hoher Aktivität waren 2015 der neue Hauptbahnhof, die Innenstadt und die Donau-City, berichtet Alexander Fenzl von Otto Immobilien Gewerbe. Das Angebot an neuen Flächen ist laut Otto Immobilien mit 130.000 m² weiter gering, zumal der Großteil eigengenutzte Flächen sind.

Besonders Erstbezugsflächen in neuen Flachbauten im mittleren Preissegment sind laut Büromarktbericht stark nachgefragt, in diesem Segment gebe es derzeit kaum freie Flächen. Für 2016 erwarten die Experten von Otto Immobilien den geringsten Zuwachs an Büroflächen seit Aufzeichnungsbeginn. Erst 2017 sollte das Fertigstellungsvolumen wieder steigen. Besonders knapp ist das qualifizierte Flächenangebot von mehr als 4.000 m². „Lediglich fünf Büroimmobilien in Wien erfüllen die nachgefragten Mindestkriterien, wie etwa ein moderner Gebäudezustand mit Kühlung und fußläufiger U-Bahnanbindung“, so Fenzl.

Leicht steigend präsentieren sich aktuell die Büromieten, die im Durchschnitt bei derzeit 13,50 Euro pro m² liegen, heißt es im Büromarktbericht weiter. Gegenüber dem Vorjahr sind auch die Spitzenmieten angestiegen und rangieren aktuell bei 25,75 Europro m². Erfreuliche Entwicklungen sieht man für die auf den Gesamtmarkt bezogene Leerstandsquote, die - vor allem aufgrund des geringen Fertigstellungsvolumens - heuer leicht sinken wird. Vom Leerstand betroffen sind laut Büromarkt-Bericht weiterhin vor allem ältere und nicht mehr marktkonforme Flächen.