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Wenn Wohnen digital wird

Wohnkultur änder sich

Autor: Charles Steiner

Wohnen 2.0: Unter diesem Titel hatte JP Immobilien kürzlich zu ihrer Zentrale geladen, um den Einfluss der Digitalisierung auf die Wohnkultur zu erörtern. Denn Urbanisierung und Digitalisierung verändern die Wohnkultur, wie Marcel Aberle, Zukunftsforscher und CEO des Zukunftsinstitutes Österreich in seiner Keynote angemerkt hatte: „Die Bereiche Wohnen und Arbeiten verschmelzen immer mehr und das führt auch zu einer Veränderung unserer Wohnkultur. Die Menschen bevorzugen ein Leben in der Stadt, aber haben Sehnsucht nach dem ländlichen Leben. Gleichzeitig werden Wohnungen im urbanen Bereich immer teurer und das führt immer kleineren Wohnflächen und die Einbeziehung des Grätzels wird immer wichtiger. Neue Technologien erleichtern den Menschen ein Leben in diesen komplexen Spannungsfeldern.“ Vieles an Immobilienmanagement könnte überdies von Robotern übernommen werden, ist sich Peter Schindlmeier, Gründer & CEO vom Casavi, sicher. Denn Fachkräfte sind Mangelware und vieles könne digital abgewickelt werden: „Der große Fachkräftemangel ist ein zusätzlicher Anreiz in der Immobilienbranche, der dazu führen wird, dass immer mehr Technologie und Algorithmen die Jobs von Menschen übernehmen werden.“

Jedoch: Trotz der technischen Möglichkeiten gibt sich die Realität nach wie vor analog, erklärt Markus Woratschek, Prokurist bei IMV: „Laut unserem aktuellem österreichischen Wohnkulturbericht sind Themen wie Recycling, flexible Wohnraumgestaltung und nachhaltige Energiegewinnung für die Menschen wichtig. E-Mobilität und Digitalisierung werden immer wichtiger, sind aber noch nicht die Top-Trends.“ Doch Apps und digitale Services würden Unternehmen wie der IMV neue Kommunikationskanäle eröffnen - und das macht Verwaltungen flexibler.

Einen Ansatz liefere die Hausverwaltungsapp Puck, die, laut ulia Wawrik, COO Puck Immobilien app services, ein Ökosystem aus App, Desktop-Applikation sowie eigenen Hardware-Elementen darstellt. Sie sieht eine steigende Tendenz: „Heute sind knapp 700 Liegenschaften an puck angebunden und die Zahl der Hausverwaltungen, die auf puck setzen, steigt in den letzten Monaten fast wöchentlich.“