Immobilien Magazin

Wer fürchtet sich vor’m Brexit-Gespenst

Der herandräuende - und nunmehr auch angekündigte Brexit - ist auch auf der Expo Real ein nicht zu übersehendes Thema.

Autor: Gerhard Rodler und Barbara Bartosek aus München

Wer gedacht hatte, die Angst über negative Folgen von Brexit für die Märkte hätte sich in den zurückliegenden Wochen wieder etwas gelegt, der irrt gewaltig. Hier auf der Expo Real war es eines der beherrschenden Themen des ersten Messetages. Richard Wilkinson, Immobilienchef bei der Erste Group bringt die hier herrschenden Stimmung am besten auf den Punkt: „Wenn die Briten das durchziehen, was sie in den zurückliegenden beiden Tagen angekündigt haben, dann erleiden wir hier alle einen großen Schaden - die Briten ebenso wie die Europäer“.

Mit dieser Meinung findet sich Wilkinson in einer großen Mehrheit der Expo Real-Teilnehmer. Hier geht man davon aus, dass die britische Wirtschaft einen nachhaltigen Schaden erleiden wird, der letztlich aber auch Kontinentaleuropa infiziert. Für den österreichischen Investmentmarkt werden die Auswirkungen differenzierter gesehen. Denn die bisher hier tätigen britischen Investoren werden ihre Gelder zwar wohl kaum abziehen, mit neuen Mittelzuflüssen wird für Österreich aus dieser Region aber nicht mehr zu rechnen sein, sagen die Pessimisten, die in diesem Punkt eher die Mehrheit darstellen.