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WeWork verbrennt eine halbe Milliarde

Weiter hohe Verluste, Standortschließungen:

Autor: Gerhard Rodler

Noch vor zwei Jahren war WeWork so etwas wie der absolute Star unter den Büroentwicklern und meinte, den anderen vorzeigen zu können, wie es lang geht. In Rekordzeit wurde ein weltweites Netz an Standorten aufgezogen. Nur in Österreich schaffte es das StartUp nicht, Fuß zu fassen. Den angesprochenen Vermietern war das Gechäftsmodell von Anfang an vielfach zu heiß, wie immoflash immer wieder erfuhr. Vor allem die extrem hohen Baukostenzuschüsse, die verlangt worden sind, schreckten heimische Vermieter ab, denn diese waren darauf hinaus gelaufen, dass WeWork erst nach rund zwei Jahren tatsächlich hätte Miete zahlen müssen.

Jetzt bewahrheitet sich der Satz, dass manchmal das beste Geschäft jenes ist, welches nicht zustande kommt. Die weltweite Pandemiekrise hat die Situation für WeWork nochmals verschlimmert.

Allein im dritten Quartal 2020 hat das US-Unternehme rund eine halbe Milliarde Dollar verloren. Laut Medienberichten habe der Konzern aber noch rund 3,6 Milliarden Euro an liquiden Mitteln. Und es wird darauf hingewiesen, dass die Zahl der Kündigungen seit September wieder im Sinken seien. Gleichzeitig habe man mit vielen Vermietern einen Nachlass auf Mieten ausgehandelt, welcher gut eineinhalb Milliarden einsparen könne. Zahlreiche Standorte wurden darüber hinaus bereits geschlossen.