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Wiener Büromarkt erholt sich

Leerstandsquote bleibt auf niedrigem Niveau

Autor: Gerhard Rodler

Covid-19 hin, Trend zu home office her: Die Nachfrage nach Büroflächen in Wien schwillt nach einer shutdown-bedingten Schrecksekunde bereits wieder an. Vor allem die Pharmabranche, die durch die Rückverlagerung der Produktion nach Österreich aktuell einen ungeplanten Höhenflug erlebt, aber auch IT und Telecom treiben die im ersten Halbjahr noch eher schaumgebremste Nachfrage nunmehr wieder an.

Bei Otto Immobilien rechnet man einer heutigen Presseaussendung zufolge mit einer Vermietungsleistung von 100.000 m² für das Jahr 2020.

Die im internationalen Vergleich extrem niedrige Leerstandsquote von knapp vier Prozent (das ist nur minimal unter dem Wert, der technisch als Vollvermietung angesehen wird, da rein technisch aufgrund von Umzügen de facto immer einige Büroflächen leer stehen müssen) werde damit auch absehbar auf diesem Niveau in etwa verbleiben. Dies, obwohl die Produktionspipeline die nächsten zwei Jahre noch gut gefüllt ist und jeweils etwas über der aktuellen Vermietungsleistung liegt. Die Projektpipelines sind für 2020 mit 155.000 m² und 2021 mit 137.000 m² noch gut gefüllt, nachdem 2019 lediglich etwa 36.000 m² fertig geworden sind. Da ja jedes Jahr alte, nicht mehr als Büro nutzbare Flächen dem Büromarkt durch Umnutzung oder Abriss entzogen werden, entspricht die Produktionsleistung der kommenden beiden Jahre unterm Strich in etwa der Nachrage. Zum Verglich: 2018 waren es noch rund 256.000 m².

Da einige Bauträger aktuell verunsichert sind, ist durchaus absehbar, dass es ab 2022 wieder zu einem Verknappung bei Büroflächen kommen könnte. So oder so: Krise für den Wiener Büromarkt sieht anders aus.

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