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Wiener Büromarkt kommt in Fahrt

Talkurve in Wien ist zu Ende

Autor: Gerhard Rodler

Die Depression am Wiener Büromarkt dürfte endlich zu Ende sein: die Vermietungsleistung für 2016 übertrifft schon jetzt alle Erwartungen, die Leerstandsquote ist deutlich gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Büro- und Investmentmarktbericht der Wiener Otto Immobilien Gruppe, den Eugen Otto heute vormittag präsentierte. Erstmals hat man die Daten dafür nach den strengen Kriterien des Vienna Research Forums (VRF) erhoben: dabei werden nur moderne oder generalsanierte Büroflächen berücksichtigt, die zudem Qualitätsmerkmale wie etwa Gebäudezustand, Nachhaltigkeit, Klimatisierung oder IT-Standard erfüllen.

Der starke Trend bei der Vermietungsleistung wird auch im 4. Quartal anhalten, ist man bei Otto Immobilien sicher. Konkret betrug die Vermietungsleistung am Gesamtmarkt heuer bisher 239.600 m², für die modernen Büroflächen nach VRF-Standard hat man 199.515 m² erhoben. Rekordverdächtig niedrig war mit rund 22.400 m² neuerlich die Neubauleistung für moderne Flächen. Dieser Wert wird in den kommenden beiden Jahren wieder deutlich zunehmen, wobei gleichzeitig auch der Anteil der Vorvermietungen steigt: mehr als die Hälfte der 2017 fertig gestellten Büroflächen stand mit Stichtag 30.9.2016 dem Markt nicht zur Verfügung, da sie bereits vorvermietet sind bzw. eigengenutzt werden.

Leicht steigend präsentieren sich heuer die Durchschnittsmieten für moderne Büroflächen, welche sich aktuell bei 13,75 Euro pro m² und Monat befinden. Die Spitzenmiete von 25,75 Euro pro m² liegt laut Knight Frank im europäischen Vergleich im unteren Drittel. Nur Prag, Warschau oder Budapest sind noch billiger. Für die Leerstandsquote wurden ebenfalls wieder die Kriterien des Vienna Research Forums herangezogen, demnach gab es mit Ende des 3. Quartals am modernen Bürobestand in Wien eine Leerstandsquote mit stark rückläufiger Tendenz von 5,8 Prozent.