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Wiener Immo-Politik fest in SP-Hand

Stadtplanung geht an Sima, Hanke übernimmt Verkehr

Autor: Gerhard Rodler

Zumindest die nächste Wiener Stadtregierungsperiode wird fest in sozialistischer Hand sein, nachdem nun auch das für die Immobranche so wichtige Planungsressort an die SP-Stadträtin Ulli Sima ging. Die studierte Molekularbiologin aus Kärnten hat dem Vernehmen nach übrigens den klaren Ludwig-Auftrag, „dort aufzuräumen.“ Insofern ist bei der Wiener Stadtplanung noch am ehesten mit der einen oder anderen Kurskorrektur zu erwarten. Ob es für die Branche mit ihr grundsätzlich leichter wird, bleibt indessen abzuwarten, „alte Seilschaften“ werden sich aber jedenfalls neu definieren müssen.

Noch bedeutender als bisher wird für die Immobranche der schon bisher wichtige Peter Hanke. Der begeisterte Neusiedlersee-Segler übernimmt zu den Wirtschaftsagenden jetzt auch noch die Wiener Verkehrsbetriebe und wird damit wesentlich mitentscheiden, welche Lagen künftig durch bessere Verkehrsanbindung aufgewertet werden. Gut möglich, dass jetzt endlich der Wienerberg mit seinen neuen Wohnungen, den Twin Towers, einem neuen Hotel und weiteren neuen Offices an das U-Bahnnetz angeschlossen wird.

Unter anderem wird es längstens mit dem Alles beim Alten bleibt im Wohnbereich, wo Kathrin Gaal unverändert am Ruder bleibt. Die Wohnbauoffensive wird hier weiter fortgesetzt, generell ist nach erster Durchsicht der rund 200 Seiten Koalitionsabkommen keine wirkliche Neuerung in diesem Bereich zu entnehmen.