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Umsatz prächtig, Gewinn schmächtig

Wienerberger: Gewinn um fast zwei Drittel eingebrochen

Autor: Franz Artner

Die Wienerberger Gruppe hat trotz Covid einen Konzernumsatz von 3,4 Mrd. Euro (2019: 3,5 Mrd. Euro) erzielt und damit fast das Rekordniveau des Vorjahres erreicht. Der Gewinn ist gravierend geschrumpft, der Umsatz des Baustoffriesen wurde durch die Pandemie nur wenig beeinträchtigt. Das Nettoergebnis aber war „von nichtliquiditätswirksamen Wertberichtigungen im ersten Quartal 2020 beeinträchtigt und kam bei 89 Millionen Euro zu liegen“, so eine Aussendung. 2019 lag des Ergebnis bei 249 Millionen Euro.

Konzernchef Heimo Scheuch ist dennoch zuversichtlich. Durch das starke zweite Halbjahr konnte ein bereinigtes EBITDA von 566 Millionen Euro erwirtschaftet werden. „Unsere robusten Ergebnisse unterstreichen Wienerbergers Stabilität und zeigen eindeutig, dass wir uns auf dem richtigen Pfad befinden. Wir haben bereits in der Vergangenheit die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um rasch auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können. So konnten wir die Krise meistern, konsequent an der Fortsetzung unserer Wachstumsstrategie arbeiten und uns optimal für die Zukunft positionieren“, kommentiert der Vorstandsvorsitzender die Unternehmensentwicklung.

Nicht mehr weiter an Bord ist künftig Finanzvorstand Carlo Crosetto, er scheidet zum 28. Februar 2021 aus dem Vorstand der Wienerberger AG aus. Sein Nachfolger ist Gerhard Hanke, der ab 1. März 2021 die Finanzen verantwortet.

Wienerberger rechnet auch im Jahr 2021 - zumindest im ersten Halbjahr - mit durch Covid-19 bedingten Unsicherheiten. Mittelfristig erwartet Wienerberger, von den staatlichen Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums als Folge der Pandemie insbesondere in den Bereichen Renovierung und Infrastruktur profitieren zu können. „Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2021 zum Ziel gesetzt, das bereinigte EBITDA unabhängig von den durch Covid-19 bedingten und nach wie vor bestehenden Herausforderungen auf 600 bis 620 Mio. Euro zu steigern und damit auf ein Vorkrisenniveau zurückzukehren“, schließt Heimo Scheuch.