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Wo der Trend hingeht

Mittelstädte attraktiv für Büroimmobilieninvestoren

Autor: Gerhard Rodler

Bis 2020 wird die Zahl der Bürobeschäftigten in Deutschland jährlich um mindestens 80.000 steigen. Dies entspricht einer zusätzlichen Nachfrage von 2 Millionen Quadratmetern Bürofläche jährlich. Entwickelt sich die Konjunktur und Beschäftigung ähnlich dynamisch wie in den vergangenen fünf Jahren ist die Steigerung sogar doppelt so hoch. Insbesondere in den deutschen Metropolen und ihren Speckgürteln sowie in den westlichen Bundesländern wird sich die Büroflächennachfrage bis 2020 überdurchschnittlich entwickeln. Langfristig ist jedoch mit einer Verfestigung des Büroflächenleerstands in ländlichen Räumen, C-Städten und peripheren Lagen von A- und B-Städten zu rechnen.

Dies ergab die Studie „Perspektive Büroflächenmarkt Deutschland 2014“, die das Immobilienberatungsunternehmen Wüest & Partner in Kooperation mit Ottenströer Immobilienwirtschaft I Regionalökonomie heute veröffentlicht hat. In der Studie werden die Treiber der Büroflächennachfrage und deren vergangene Entwicklung analysiert. Anhand der gewonnenen Daten prognostiziert das Unternehmen die Trends am deutschen Büroflächenmarkt für die kommenden sechs Jahre.

Demnach werden Freiberufler zukünftig die wichtigste Branche am Büroimmobilienmarkt darstellen. Es folgen Teilbereiche des Gesundheits- und Sozialwesens, die Informations& Kommunikationsbranche, das Verarbeitende Gewerbe, das Finanz& Versicherungsgewerbe und die Öffentliche Verwaltung.

Investoren bietet sich künftig insbesondere in westdeutschen Mittelstädten ein attraktives Verhältnis aus Risiko und Rendite. Investments in diese Standorte sind aufgrund der im Vergleich geringeren spekulativen Büroneubautätigkeit deutlich geringeren Schwankungen bei überschaubarem Risiko ausgesetzt als Investments in die Top7-Standorte. Das beste Rendite-Risiko-Verhältnis weist Bonn wegen einem geringem Leerstand, hohem Mietwachstum und gutem Gemeinderating auf. Cottbus nimmt aufgrund des hohen Büroflächenleerstands, der rückläufigen Spitzenmiete und einer schlechten Zukunftsprognose den letzten Platz unter den untersuchten Städten ein. Von den ostdeutschen Städten weisen Dresden, Rostock und Potsdam ein mittleres Risiko auf, während Jena aufgrund der vergleichsweise hohen Rendite ein gutes Rendite-Risiko-Verhältnis zeigt.