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Wohnen auf vollen Touren

Investmentmarkt toppt erwartetes Umsatzvolumen

Autor: Gerhard Rodler

Aufgrund eines sehr lebhaften Schlussquartals hat der Investmentmarkt für größere Wohnungsbestände (ab 30 Wohneinheiten) das erwartete Umsatzvolumen noch übertreffen können. Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 12,72 Mrd. Euro wurde zwar der außergewöhnliche Vorjahresumsatz um fast 14 Prozent verfehlt, trotzdem konnte das zweitbeste Ergebnis der letzten sieben Jahre erzielt werden. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Wie auch in den Vorjahren entfällt der Großteil des Transaktionsvolumens auf Bestandsportfolios, die auf einen Anteil von 70,5 Prozent kommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sie allerdings rund zehn Prozentpunkte verloren. Zugelegt haben dagegen Verkäufe älterer Bestandsobjekte (Block Sales), die knapp 15 Prozent zum Umsatz beitragen. Gleiches gilt für Projektentwicklungen, in die fast 1,5 Mrd. Euro und damit spürbar mehr als 2013 investiert wurden.

Knapp 12 Prozent des Resultats wurde in diesem Marktsegment generiert. Gerade sicherheitsorientierte und eigenkapitalstarke Anleger versuchen zunehmend, sich moderne Bestände in den besten Lagen der großen deutschen Städte zu sichern. Die bereits 2013 zu beobachtende Stabilisierung der Kaufpreisniveaus hat sich verfestigt, sodass es kaum Veränderungen gab. Für Bestandsportfolios sind überwiegend Preise zwischen 750 und 900 Euro/m² anzusetzen.

Ältere Bestandsobjekte (Block Sales) werden in der Regel mit 1.100 bis 1.300 Euro/m² gehandelt, wobei für modernere Objekte (<10 Jahre) spürbar höhere Preise (1.900 bis 2.100 Euro/m²) erzielt werden. Als übliche Preisspanne für Projektentwicklungen in den großen deutschen Metropolen sind 3.000 bis 3.500 Euro/m² anzusehen. Der 2014 erzielte Durchschnittspreis für diese Objekte lag bei knapp 3.400 Euro/m². Für Premiumobjekte werden im Einzelfall aber deutlich höhere Preise realisiert.