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Wohnen im Grünen wird teuer

Häufig werden die Kosten für An- und Abreise unterschätzt

Autor: Gerhard Rodler

Täglich pendeln 42.000 Menschen vom "Speckgürtel" in die Stadt Salzburg. Viele davon haben sich wegen der niedrigeren Grundstückspreise fürs Wohnen in einer Umlandgemeinde entschieden. Nicht wenige davon dürften sich aber verrechnet und die Folgekosten für Mobilität unterschätzt haben. Diesen Schluss legt ein Rechenprogramm namens "Moreco" des Salzburger Institutes für Raumordnung (SIR) nahe.

Mit Moreco ("mobility and residential cost") lassen sich die tatsächlichen finanziellen Vor- oder Nachteile des Wohnens im Grünen präzise und für alle Nutzer unentgeltlich berechnen. Wer vor der Entscheidung steht, eine teure Stadtwohnung oder eine günstigere Wohnung auf dem Land zu kaufen, sollte sich damit vertraut machen. Mit diesem Programm wird schnell ersichtlich, wie viel die Mobilität für alle Familienmitglieder langfristig wirklich kostet und wie schnell der ursprüngliche Kostenvorteil aufgefressen wird. Dabei werden Kreditkosten für die Immobilie berechnet und den Kosten für Fahrten in die Arbeit, zum Einkaufen, in Schulen, Freizeitzentren und vieles mehr in verschiedenen Verkehrsmitteln gegenübergestellt.

Fazit vieler Berechnungsmodelle: Wer eine Liegenschaft erwirbt, die schlecht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden ist und deswegen ein Zweitauto braucht, wohnt langfristig keinesfalls billiger.