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Wohninvestments am Höhepunkt

Immobilien-AGs und Private-Equity-Fonds dominierende Akteure

Autor: Gerhard Rodler

Mehr als 27 Mrd. Euro wurden in den zwölf Monaten zwischen Oktober 2013 und September 2014 in deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien investiert und damit mehr als im selben Zeitraum in Einzelobjekte floss. Dieser Vergleich verdeutlicht, dass der aktuelle Boom am deutschen Immobilieninvestmentmarkt vor allem ein Resultat der zuletzt stark gestiegenen Aktivität im Portfoliosegment Die höchste Dynamik wies dabei der Wohnungsportfoliomarkt auf, wo sich das Transaktionsvolumen von etwa 3 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf knapp 15 Mrd. Euro im vergangenen Jahr nahezu verfünffachte. Damit dürfte in diesem Marktsegment der zyklische Höhepunkt jedoch erreicht sein, im bisherigen Jahresverlauf war das Transaktionsvolumen hier bereits leicht rückläufig. Demgegenüber waren im Gewerbeimmobiliensegment in den vergangenen Monaten deutliche Anstiege zu beobachten, insbesondere bei Büro-, Hotel- und Logistikimmobilienpaketen. So hat sich das Zwölf-Monats-Transaktionsvolumen bei Büroportfolios seit Ende 2013 auf ca. 5,1 Mrd. Euro mehr als verdoppelt.

Bezogen auf das gesamte Portfoliotransaktionsvolumen (Wohnen und Gewerbe) seit 2009 waren ImmobilienAGs / REITs mit einem Anteil von 31 Prozent die mit Abstand aktivste Käufergruppe, gefolgt von Private-EquityFonds (13 Prozent). Beide Akteursgruppen sind insofern typische Portfolioinvestoren, als sie am Markt für Einzelimmobilien im selben Zeitraum wesentlich weniger präsent waren. Hier erreichten sie einen Anteil von lediglich 6 Prozent bzw. 3 Prozent. „Der Portfolioinvestmentmarkt ist viel stärker als der Markt für Einzelimmobilien von ausländischen Investoren geprägt“, erläutert Marcus Lemli, CEO Germany und Head of Investment Europe bei Savills.