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Wohninvestments boomen endlos

Drittbester jemals erzielter Umsatz bei Wohn-Investments

Autor: Gerhard Rodler

Der Investmentmarkt für größere Wohnungsbestände (ab 30 WE) hat die im Jahr 2012 gestartete Rallye fortgesetzt und das Tempo noch einmal beschleunigt. Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 14,72 Mrd. Euro wurde das bereits außergewöhnliche Vorjahresergebnis noch einmal um 29 Prozent übertroffen. An erster Stelle steht die Übernahme von 91 Prozent der Anteile der GSW AG durch die Deutsche Wohnen, die unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten mit 3,3 Mrd. Euro in Ansatz gebracht wurde. Als zweitgrößter Verkaufsfall ist der Erwerb der mehr als 29.000 Wohnungen der GBW Bayern an die Patrizia AG für über 2,2 Mrd. Euro in die Auswertung eingeflossen. Hinter der Patrizia AG als Konsortialführer stehen mehrere deutsche Pensionskassen, Versorgungswerke und Sparkassen. Hierdurch wird noch einmal unterstrichen, dass gerade auch eigenkapitalstarke Core-Investoren starkes Interesse an großen Wohnungsbeständen mit sicheren Cashflows haben. Insgesamt wurden mehr als 250 Transaktionen mit über 240.000 Wohneinheiten in die vorliegende Analyse einbezogen. Das durchschnittliche Volumen pro Verkaufsfall lag aufgrund der angesprochenen Milliardenverkäufe bei knapp 58 Mio. Euro. Die bereits im Vorjahr klar in Führung liegenden Immobilien AGs konnten ihre Spitzenposition 2013 sogar noch ausbauen. Mit einem Umsatzanteil von über 42 Prozent dominieren sie absolut betrachtet das Marktgeschehen, auch wenn sie nur an knapp 15 Prozent aller Verkaufsfälle beteiligt waren. Auf einen zweistelligen Umsatzanteil kommen darüber hinaus noch Spezialfonds, die gut 11 Prozent zum Transaktionsvolumen beigetragen haben. Auf den weiteren Plätzen folgen Pensionskassen (knapp 10 Prozent) sowie Immobilienunternehmen, Equity/Real Estate Funds und private Anleger mit jeweils knapp 8 Prozent.

Größere Volumina investiert haben auch Anleger aus Österreich mit rund 3 Prozent.

Dies ergibt die die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).