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Wohninvestments mit Umsatzplus

Auch in Deutschland wird mehr auf Wohnen gesetzt

Autor: Gerhard Rodler

Das Transaktionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen lag in den ersten drei Quartalen 2014 bei gut 9,47 Mrd. Euro, was einer Steigerung um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Mit einem Anteil von gut 71 Prozent am Transaktionsvolumen führen auf mehrere Standorte verteilte Bestandsportfolios die Riege der Assetklassen erwartungsgemäß klar an. Projektentwicklungen konnten ihren Bedeutungszuwachs festigen und liegen auch nach neun Monaten bei knapp 10 Prozent. Vor allem eigenkapitalstarke Core-Investoren sind in diesem Marktsegment sehr aktiv und intensiv auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten. Deutlich zugenommen hat der Anteil älterer Bestandsobjekte (Block Sales) der sich mittlerweile auf gut 16 Prozent beläuft. Viele unterschiedliche Anlegertypen sind hier insbesondere im kleinvolumigen Bereich aktiv.

Bezogen auf die Größenstruktur der Verkäufe sind keine gravierenden Änderungen eingetreten. Mit einem Anteil von knapp 64 Prozent am Gesamtumsatz liegen Großdeals über 100 Mio. Euro weiter klar in Führung. Auf Platz zwei folgen Abschlüsse zwischen 25 und 50 Mio. Euro, die auf 14 Prozent kommen. Etwas an Bedeutung eingebüßt hat die Größenklasse von 50 bis 100 Mio. Euro, die knapp 9 Prozent zum Ergebnis beiträgt. Kleinteilige Verkäufe unter 10 Mio. Euro konnten ihren Anteil mit fast 4 Prozent in etwa stabil halten. Bezogen auf die reine Zahl an Transaktionen ist diese Kategorie allerdings dominant. Gut ein Drittel aller Deals wurde hier abgeschlossen. Auch zum Ende des dritten Quartals dominieren weiter Immobilien AGs. Insgesamt zeichnen sie für gut 59 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich, was in erster Linie auf die getätigten Großdeals zurückzuführen ist. Einen zweistelligen Umsatzanteil weisen darüber hinaus nur noch Spezialfonds auf, die gut 12 Prozent zum Ergebnis beitragen. Auf den weiteren Plätzen folgen Immobilienunternehmen (7 Prozent), Unternehmen der öffentlichen Hand (knapp 5 Prozent), Investment Manager (gut 3 Prozent) sowie Pensionskassen und Equity/Real Estate Funds mit jeweils knapp 3 Prozent. Vor allem aufgrund der großen Ankäufe durch die Immobilien AGs wird das Marktgeschehen in weiten Teilen durch deutsche Anleger bestimmt. Mehr als 79 Prozent des Transaktionsvolumens entfallen auf heimische Investoren. Der Anteil ausländischer Käufer hat sich demgegenüber leicht auf knapp 21 Prozent verringert. Der Löwenanteil hiervon entfällt nach wie vor auf europäische Investoren, die fast 16 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Ein Großteil hiervon resultiert aus dem Ankauf von rund 18.000 Wohnungen durch die österreichische Buwog. Mit knapp 2 Prozent waren darüber hinaus nordamerikanische Anleger am Gesamtumsatz beteiligt.