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Wohninvestments weiter attraktiv

Auch deutsche Investoren weiterhin sehr aktiv

Autor: Gerhard Rodler

So intensiv wie jetzt wird von den Investoren seit sechs Jahren nicht mehr nach Investments in Wohnimmobilien in Deutschland gesucht. Dominiert wird das Marktgeschehen weiterhin von über mehrere Standorte verteilten Bestandsportfolios, die für etwa 84 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich sind. Vor allem die registrierten Großdeals tragen hierzu umfangreich bei. Auf Platz zwei haben sich mittlerweile Projektentwicklungen vorgeschoben, auf die ein Anteil von gut 8 Prozent entfällt. Dies kann als Indiz dafür gesehen werden, dass hochwertige Neubauvorhaben an den großen deutschen Standorten gerade für sicherheitsorientierte Anleger immer attraktiver werden. Ältere Bestandsobjekte (Block Sales) waren darüber hinaus mit knapp 7 Prozent am Ergebnis beteiligt.

Bei den Investorengruppen liegen Immobilien AG und Pensionskassen mit jeweils 22 Prozent in Führung. Die großvolumigen Ankäufe der Deutsche Wohnen AG sowie der GBW-Kauf (knapp 9 Prozent) durch ein von der Patrizia geführtes Investorenkonsortium bestehend aus 27 institutionellen Investoren haben dazu wesentlich beigetragen. Auf Platz drei landen Spezialfonds mit knapp 14 Prozent, auf Platz vier Equity/Real Estate Funds mit 12,5 Prozent. Darüber hinaus waren Versicherungen (11,5 Prozent) und Immobilienunternehmen (knapp 8 Prozent) in größerem Umfang tätig. Alle übrigen Investorentypen kommen lediglich auf Anteile von unter 5 Prozent.

Bezogen auf die Herkunft der Investoren haben deutsche Anleger ihre Spitzenposition des letzten Jahres weiter ausgebaut. Mit einem Anteil von gut 84 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen haben sie das Marktgeschehen im ersten Halbjahr eindeutig dominiert. Den zweiten Platz belegen europäische Investoren (knapp 12 Prozent), die in den ersten sechs Monaten des Jahres wieder verstärkt gekauft haben. Dahinter folgen mit gut 3 Prozent nordamerikanische Käufer, die sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bislang noch etwas zurückgehalten haben. Anleger aus anderen Regionen sind auf den deutschen Wohn-Investmentmarkt bislang nur in geringem Umfang in Erscheinung getreten.