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Wohnkompanie zieht es in den Westen

Neue Quartiersentwicklung in Berlin

Autor: Gerhard Rodler

Neben Wohnprojekten realisiert und entwickelt das Team um Stephan Allner derzeit das Gelände der ehemaligen Reemtsma-Zigarettenfabrik in Berlin-Schmargendorf. Konkret werden auf der 74.000 m² Fläche zwischen Mecklenburgischer und Forckenbeckstraße vergleichbar mit dem Daimler-Areal am Potsdamer Platz. Hier sollen in Zukunft auf 190.000 m² Nutzfläche über 10.000 Arbeitsplätze angesiedelt werden.

Das Quartier wird komplett autofrei. In kleinen Ladenflächen sollen einige Cafés und Restaurants entstehen, die sich um einen begrünten Stadtplatz gruppieren. Die Entwicklung soll ein reines Gewerbequartier bleiben, das die bunte Berliner Branchenmischung abbildet: Bauwirtschaft, IT, Büros für Forschung + Entwicklung, für freie Berufe, Verwaltung, Labore, modernes Handwerk, Gründer, aber auch Gastronomie, Nahversorgung, Kunst, Kultur, Hotels.

Der Handwerkerhof mit seinen 18.000 m² Fläche liegt mitten im Quartier GoWest, direkt am zentralen Stadtplatz, mit LKWs und Sprintern unterirdisch erreichbar. Er ist eine Reaktion auf die große Nachfrage innenstadtrelevanter Gewerke. Durch Raumhöhen von sechs bis acht Metern und durchgängig schwerlasttauglichen Fußböden haben die alten Produktionshallen beste Voraussetzungen für handwerklich arbeitende Betriebe. Das Quartier soll in drei Abschnitte bis 2027 fertig gestellt werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund einer Milliarde Euro und ist damit das größte Gewerbegebiet in Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Projektname Go West kommt übrigens noch aus der Zeit, als hier eine Zigarettenproduktion war. Seit damals steht auf dem Dach der Hallen eine überdimensionale Zigarettenschachtel der Marke West, die an alte Tabakfabrikzeiten erinnert.