immoflash

Wohnrenditen unter Druck

Mehr als 3,9 Prozent sind nicht drin

Autor: Charles Steiner

Der Investmentboom für Wohnimmobilien reißt nicht ab, im Gegenteil. Sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger flüchten zunehmend in Betongold. Die KE Wohnimmobilien unter Ernst Kovacs hat jetzt ein Ranking aus den erzielbaren Bruttoanfangsrenditen erstellt, basierend auf Zahlen der im Moment zum Verkauf stehenden Neubauwohnungen in Wien und hat diese mit dem Mietpreisspiegel von willhaben.at gegenübergestellt. Das Resultat: Die höchsten Erträge werden in Favoriten und der Donaustadt erreicht, hier können aufgrund der aktuellen Marktdaten rund 3,9 Prozent ROI pro Jahr kalkuliert werden. Allerdings: Interessant ist, dass im 22. Bezirk sowohl die Verkaufspreise (für Anleger abzüglich Ust mehr als 4.500 Euro/m²) als auch die Mietpreise mit 14,50 Euro höher sind als bei den anderen Bezirken mit hohen Renditen. Laut Ernst Kovacs im immoflash-Gespräch könne das mitunter daran liegen, dass einige Bauträger in dem Bezirk mittlerweile zu optimistisch kalkulieren. Das ist aber insofern relevant, da diese Renditen nur im Erstbezug im Neubaubereich zu erreichen seien, bei Zweit- oder Drittverwertung nicht. Diesen Umstand müssten, so Kovacs, gerade private Immobilienanleger mitberücksichtigen. Zum Vergleich: In Liesing liegen die Kaufpreise exklusive 10-prozentiger USt bei 4.107 Euro/m² bei einer erwartbaren Miete von 13,10 Euro im m².

In den inneren Bezirken sind die Renditen weiterhin stark unter Druck. So sind im 8. Bezirk genauso nur 2,6 Prozent erhoben worden wie im noblen Währing. Die niedrigsten Renditen sind im 1. Bezirk und in Döbling zu erreichen. Während in Grinzing und Co. zumindest gerade noch 2,1 Prozent erzielbar, seien in der Inneren Stadt nur mehr mit 1,3 Prozent zu rechnen.