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Wohnungspreise klettern in kleinen Schritten

Mieten und Kaufpreise steigen in fast allen Bezirken

Autor: Gerhard Rodler

Nach der stürmischen Aufwärtsentwicklung der vergangenen Jahre ist der Wiener Wohnungsmarkt 2014 in ein ruhigeres Fahrwasser gekommen. Die Wohnungsmieten und die Kaufpreise für Eigentumswohnungen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert und legten im Jahresvergleich nur mehr leicht zu.

Dieser leichte Anstieg erfolgt aber auf breiter Front, wie die heute veröffentlichte dritte Auflage des Ersten Wiener Wohnungsmarktberichts von BUWOG und EHL Immobilien zeigt. So wurden 2014 in 16 der 23 Wiener Gemeindebezirke steigende Mieten verzeichnet, die Kaufpreise für Eigentumswohnungen legten in 21 Bezirken zu. Am stärksten entwickelte sich dabei der fünfte Bezirk, in dem ein Plus von 4,7 Prozent bei den Mieten (Erstbezüge) und 10,8 Prozent bei den Eigentumspreisen (Erstbezüge) erzielt wurde.

„Die über fast alle Teilmärkte hinweg feststellbare leichte Aufwärtsentwicklung zeigt, wie gesund der Wiener Wohnungsmarkt ist“, analysiert Sandra Bauernfeind, Leiterin der Abteilung Wohnen bei EHL Immobilien: „Mieter und Käufer müssen sich nicht vor explodierenden Wohnungspreisen fürchten, Entwickler und Investoren wiederum brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass die Preise zurückgehen könnten.“ Die schwache Konjunktur wirkt sich auf den Wohnungsmarkt bisher nur geringfügig aus, auch weil die niedrigen Zinsen private Investitionen unterstützen. „Eine eigene Wohnung ist angesichts der aktuellen Anlagemöglichkeiten wirklich oft der beste Sparbuchersatz“, so Bauernfeind. Eine wirkliche Abschwächung sei nur im hochpreisigen Segment, also bei Kaufpreisen ab etwa 400.000 Euro oder Gesamtmieten von mehr als 1.800 Euro festzustellen.

Im mittleren und niedrigen Preissegment konstatiert Bauernfeind hingegen keine nachlassende Nachfrage und auch keinen Druck auf die Quadratmeterpreise. „Gespart“ werde, indem immer mehr Wert auf effiziente Grundrisse und flexible Nutzungsmöglichkeiten gelegt wird. Bauernfeind: „Der Quadratmeterpreis interessiert die Kunden immer weniger. Wenn die individuellen Wohnbedürfnisse in einer modernen, sorgfältig konzipierten Wohnung auf zehn m² weniger erfüllt werden können, dann spielt der Quadratmeterpreis nur mehr eine Nebenrolle.“

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Kommentare

H.H | 23.03.2015 09:19

Eine Entwicklung für Investoren die freut. Ich wundere mich sehr das die öffentlichen Aussagen von einigen "Genossen" z.B ... der Mietpreis sollte bei 5.50€ gedeckelt werden ..., nicht mehr Schaden angerichtet hat. Mich würde interessieren ob die Käufer weiter Investoren oder mehrheitlich schon Privatleute sind die die gekaufte Wohnung selbst nützen werden. Wir als langjährige Investoren verkaufen unsere Immobilien in Österreich. Mit Bezug auf die letzten Entwicklungen in der österreichischen Politik und vor allem die seit längerem andauernde Verunsicherung (Befristungen sollten aufgehoben werden, Mieten sollten gedeckelt werden etc.) bin ich als Investor extrem verunsichert. Für mich ist der Standort Österreich für langfristige Investitionen in Immobilien eine risikoreiche Investition geworden. Denn so manche Vorstellung einiger Politiker rund um das Mietgesetzt kommt einer Enteignung des Investors gleich.

Linster Herbert, ALGIN Immobilien GmbH, Ried im Innkreis, algin@algin.at | 19.03.2015 19:00

Die m²-Preise spielen sehr wohl eine Rolle - immer mehr spielt aber der Mietenzuschuss eine Rolle, wobei die Genossenschaften verlangen können was sie wollen, Nettomiete+10% Mwst darf nur von den Privaten nicht überstiegen werden - sonst kein Zuschuß - für Genossenschaften gelten diese Grenzen nicht ...

Analyst | 19.03.2015 14:05

und welche Datenquelle wird da aus dem Hut gezauberT? die 1000 selbst vermarkteten Objekte? Schlagzeilen um jeden Preis.