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Wolken über Schweizer Immomarkt

Lage hat sich nochmals leicht verschärft

Autor: Gerhard Rodler

Die Risiken auf dem Schweizer Immobilienmarkt haben sich im ersten Quartal weiter erhöht. Doch in den nächsten Monaten dürften die Preise etwas zurückgehen. Zudem werde sich das Hypothekarwachstum abschwächen, prognostizieren die Ökonomen der Schweizer Großbank UBS.

Der UBS-Immobilienblasen-Index notiert für das erste Quartal mit 1,31 Punkten in der Risikozone. Gegenüber dem Vorquartal ist das ein leichter Anstieg von 0,03 Punkten. Treiber war die reale Preissteigerung bei den Eigenheimen von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie die Nachfrage nach Eigentumswohnungen als Investitionsobjekte.

Der Anstieg der Angebotspreise dürfte in den nächsten Quartalen aber zu Ende gehen, heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag. Eines der Signale dafür ist laut UBS der höhere Bestand an leeren Neubauten. Zudem dämpfen längerfristig der starke Franken und die steigende Arbeitslosigkeit die Kauflust auf dem Immobilienmarkt.

Die UBS-Ökonomen gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Hypothekarvolumen weiter verlangsamen wird. Die Negativzinsen auf sicheren Anlagen wie Staatsanleihen und die geringe Entschädigung für risikoreiche Investitionen machten den Schuldendienst unattraktiv, schreiben die Ökonomen.

So dürfte die Rückzahlung von Althypotheken für viele Haushalte im gehobenen Einkommenssegment eine lohnende Alternative zu Investitionen auf den Finanzmärkten sein.