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WSE verkauft "Glaspalast" im Baurecht

Doch keine eigene Realisierung

Autor: Gerhard Rodler

Die Stadt Wien, genauer gesagt die zu ihr zählende WSE Wiener Standortentwicklung, will ihr Projekt „Rathausstraße 1“ nun doch nicht selber realisieren, sondern es verkaufen. Auf dieser Liegenschaft steht der abbruchreife „Glaspalast“, der durch Übersiedlung schon vor Jahren nicht mehr genutzt wird.

Ursprünglich war geplant, das Projekt selbst zu realisieren und zu vermieten. Baubeginn hätte ab einer großteils vorliegenden Vorverwertung sein sollen. Als Begründung, warum man jetzt verkauft, anstatt selbst zu vermieten sagt WSE-Geschäftsführer Stephan Barasits: „Wir nehmen ein verstärktes Interesse von Nutzern und Investoren wahr, die das Projekt selbst entwickeln und umsetzen wollen. Diese Möglichkeit wollen wir durch das zweistufige Verfahren zulassen und transparent im Sinne des Standorts und der Stadt Wien umsetzen.“ EHL, die mit der Verwertung beauftragt worden ist. rechnet bis Ende des Jahres mit einem Verkaufsabschluss.

Nach Abbruch des Glaspalastes soll hier in den kommenden Jahren ein neues innerstädtisches Büro- und Geschäftshaus mit rund 12.000 m² und eine Garage mit knapp 150 Stellplätzen entstehen. Die Baugenehmigung liegt vor. Das Objekt befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und zum Parlament, direkt angebunden an den künftigen U-Bahn-Verkehrsknoten U2/U5 und mit einer Straßenbahnhaltestelle vor der Tür. In den Untergeschoßen befindet sich. „Eine derart zentrale Lage samt bester Verkehrsanbindung kann in Wien kein anderes Neubauprojekt vorweisen“, sagt Wien Holding Geschäftsführerin Sigrid Oblak.

„Die Liegenschaft Rathausstraße 1 bietet Investoren eine einzigartige Möglichkeit, ein außergewöhnlich großes Neubauprojekt im 1. Bezirk zu realisieren“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL. Parallel zum Verkaufsverfahren werden die Gespräche mit potenziellen Mietern weiter geführt.

„Verkauft würde im Falle eines Zuschlags an einen Interessenten entweder das Baurecht oder die zur WSE gehörende Projektgesellschaft, die das Baurecht innehat“, sagt Oblak.