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Abgang trotz Erfolg

Bruno Ettenauer war seit 2006 im CA Immo-Vorstand

Autor: Charles Steiner

Für die Immobilienwirtschaft kam die Adhoc-Meldung gestern, Mittwoch Abend, von Bruno Ettenauers Rücktritt unerwartet. Just nach Redaktionsschluss der meisten Fachmedien (auch tagesaktuelle) trudelte die Meldung ein, dass er sich als CEO mit Stichtag 31. Dezember 2015 zurückziehen wird. Gerechnet hatte damit niemand. Ein Abriss über die Person Bruno Ettenauer – seit 2006 im Vorstand der CA Immo und seit 2009 Geschäftsführer.

Ettenauer, Jahrgang 1961, kann auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Immobilienwirtschaft zurückblicken. Seine Karriere startete bei der PSK Bank, führte ihn zur Länderbank und ins Bankhaus Feichtner, ehe er 1999 zur Creditanstalt wechselte. Ein Jahr später wurde er zum Bereichsvorstand des österreichischen und zentraleuropäischen Immobiliengeschäfts der Creditanstalt und der Bank Austria ernannt. Vor nunmehr zehn Jahren stieg er bei der 1987 gegründeten CA Immo als Vorstand ein. 2009 wurde er zum CEO bestellt. Als dieser zeichnete Ettenauer für die Unternehmensstrategie sowie die Bereiche Immobilien, Development, Technik, Personal, Organisation und IT verantwortlich. Und das sehr erfolgreich: Unter Ettenauers Führung erfolgten wesentliche Weichenstellungen für die CA Immo: Er trieb die Expansion nach Deutschland voran und baute mittels der strategischen Akquisition des deutschen Quartiersentwicklers Vivico Real Estate in den schwierigen Jahren ab 2008 eine deutsche Plattform auf, die heute eines der wichtigsten Standbeine des Unternehmens ist. Parallel betrieb er die Expansion in den CEE-Kernregionen u.a. durch die Übernahme der Volksbanken-Immobilientochter Europolis und baute hochwertige lokale Büroportfolien auf, die CA Immo eine Position unter den Top-Büroplayern im zentraleuropäischen Raum sicherten.

Ein wesentlicher Schritt für CA Immo war auch die 2012 eingeleitete Konsolidierungsstrategie, die sowohl das Profil als auch die Profitabilität und Stabilität des Unternehmen deutlich stärkte. Das wurde unlängst durch ein Moody's Investment Grade Ranking von Baa2 bestätigt.

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Kommentare

Frank | 17.12.2015 13:42

Schade - einer der profundesten Immobilienmanager verlässt sein Schiff, welches immer mehr Richtung Russland segelt.